Forderungen der Lebenshilfe
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Forderungen

Forderungen der Lebenshilfe in Leichter Sprache

Menschen mit Beeinträchtigung brauchen Unterstützung.
Damit sie überall dabei sein können.
Darum ist es wichtig:
Dass die Politik Menschen mit Beeinträchtigung mehr beachtet.
Die Lebenshilfe hat ihre Forderungen an die Politik aufgeschrieben.

Familien besser unterstützen!

Familie
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Kinder müssen den ganzen Tag betreut werden.
Dafür muss es Betreuungs-Angebote geben.
Zum Beispiel in der Schule
oder in Freizeit-Einrichtungen.
Damit sie dort lernen und sich erholen können.
Das Problem:
Es gibt kaum Angebote für Kinder mit Beeinträchtigung.
Deshalb sagen viele Eltern:
Der Vater oder die Mutter geht nicht arbeiten.
Oder arbeitet nur den halben Tag.
Meistens ist das die Mutter.
Das bedeutet: Sie verdient wenig oder kein Geld.
Dadurch hat die ganze Familie weniger Geld.
Wer wenig Geld verdient,
bekommt später auch wenig Rente.
Die Lebenshilfe fordert:
Es muss bessere Unterstützung
und Betreuungs-Angebote geben.

Pflege für Menschen mit Beeinträchtigung verbessern

Pflege
© Reinhild Kassing

Menschen mit Beeinträchtigung
bekommen Leistungen der Eingliederungs-Hilfe.
Doch viele von ihnen
müssen auch gepflegt werden.
Das zahlt die Pflege-Versicherung.
Sie bekommen dann beide Leistungen:
Die Leistungen der Eingliederungs-Hilfe
und die Leistungen der Pflege-Versicherung.
Das muss auch so bleiben.
Damit Menschen mit Beeinträchtigung gut versorgt sind.

Die Lebenshilfe fordert:
Menschen mit Beeinträchtigung sollen das Geld der Pflege-Versicherung bekommen.
Auch wenn sie in einer Einrichtung leben.
Auch Eltern müssen bei der Pflege ihrer Kinder weiter gut unterstützt werden.
Sie müssen die Unterstützung dann bekommen,
wenn sie sie brauchen.
Zum Beispiel auch nur für einige Stunden.
 

Eine Kinder- und Jugendhilfe für alle

Kinder und Jugendliche
© Reinhild Kassing

Die Kinder- und Jugend-Hilfe unterstützt Kinder,
Jugendliche und ihre Familien.
Sie unterstützt auch junge Erwachsene.
Die Kinder- und Jugendhilfe wird sich ändern:
Es gibt ein neues Gesetz.
Es heißt: Kinder- und Jugend-Stärkungs-Gesetz.

Im Gesetz steht:
Kinder und Jugendliche mit Behinderung
werden nicht mehr ausgeschlossen.
Die Lebenshilfe findet das gut.
Aber: Das Gesetz muss noch umgesetzt werden.
Dafür muss es genug Geld geben.

Arbeit besser machen

Werkstatt für behinderte Menschen
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Alle Menschen sollen eine Arbeit haben.
Auch Menschen,
die sehr viel Unterstützung brauchen.
Arbeit ist wichtig für Menschen.
Wer arbeitet, hat eine sinnvolle Beschäftigung.
Wer arbeitet,
ist mit anderen Menschen zusammen.
Das macht zufrieden.
Das Problem:
Menschen mit Beeinträchtigung haben
es schwer auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.
Sie arbeiten daher oft in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Und bekommen dafür zu wenig Geld.
Das muss sich ändern.

Keine Hindernisse für Menschen mit Beeinträchtigung

Die Barrieren müssen weg.
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Menschen mit Beeinträchtigung dürfen nicht benachteiligt werden.
Und es darf keine Barrieren für sie geben.
Barrieren sind Hindernisse.
Das heißt zum Beispiel:  
Es fehlen oft Rampen für Rollstühle.
Oder es gibt keine Leichte Sprache.
Trotzdem werden Menschen mit Beeinträchtigung
immer noch benachteiligt.
Und es gibt zu viele Barrieren.
Das muss sich ändern.

Im Internet dabei sein!

Computer mit Internet
© Reinhild Kassing

Viele Dinge passieren heute nur noch im Internet.
Durch das Internet sind Computer
auf der ganzen Welt miteinander verbunden.
Im Internet gibt es viele Angebote.
Man kann sich mit anderen Menschen unterhalten.
Man bekommt wichtige Informationen.
Und man kann seine Meinung sagen.
Auch Menschen mit Beeinträchtigung
sollen diese Angebote nutzen.
Und im Internet mitmachen.
Man nennt das: digitale Teilhabe.

Betreuungs-Recht

Betreuerin
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Viele erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung
haben eine rechtliche Betreuung.
Immer wieder gab es dabei Probleme.
Darum gibt es ein neues Gesetz.
Das Gesetz gilt ab dem Jahr 2023.
Durch das Gesetz wird
das Betreuungs-Recht besser.
Betreute werden mehr selbst bestimmen können. 
Wichtig ist:
Die neuen Regeln müssen
auch umgesetzt werden.
Dafür muss es genug Geld geben.

Politik geht nur mit allen Menschen

Selbstbestimmung
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Die Lebenshilfe setzt sich für
Menschen mit Beeinträchtigung
und ihre Familien ein.
Eltern und Fach-Leute machen mit.
Das ist das Ziel:
Menschen mit Beeinträchtigung
sollen überall dabei sein.
Auch Menschen mit Beeinträchtigung machen mit.

Sie sagen:

  • Wir wollen selbst über unser Leben entscheiden.
  • Wir wollen unsere Meinung sagen.
  • Wir wollen überall dabei sein.

Darum wollen Menschen mit Beeinträchtigung
auch in der Politik mit-machen.

Was will die Politik für Menschen mit Beeinträchtigung machen?

Neue Regierung
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Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Familien sollen überall dabei sein können.
Das ist das Ziel der Lebenshilfe.
Darum hat die Lebenshilfe ihre Forderungen an die Politik aufgeschrieben.
Damit die Politik Menschen mit Beeinträchtigung mehr beachtet.

Es gibt eine neue Regierung in Deutschland.
In der Regierung sind 3 Parteien.
Sie haben vorher besprochen:
Was sie in den nächsten 4 Jahren machen wollen.
Das haben sie aufgeschrieben.
Dazu sagt man: Koalitions-Vertrag.
Die Lebenshilfe hat sich den Koalitions-Vertrag angesehen.
Im folgenden Text können Sie lesen:
Ob die Forderungen der Lebenshilfe von der Politik umgesetzt werden sollen.

So können Sie die Texte lesen:
Gehen Sie auf das Kreuz ganz rechts.
Dann klappt der Text auf.
Wenn Sie den Text schließen wollen:
Gehen Sie bitte wieder auf das Kreuz.

Forderung 1: Familien besser unterstützen

1. Eltern müssen Geld bekommen,
wenn sie ihre Kinder mit Beeinträchtigung in schwierigen Situationen unterstützen.
2. Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung brauchen schnell und einfach Hilfe.
Dafür muss es gute Unterstützung und Betreuungs-Angebote geben.

Geld-Scheine
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Geld für die Pflege
Angehörige sollen Menschen mit Beeinträchtigung einfacher pflegen können.
Dafür sollen sich die Angehörigen Zeit nehmen können.
Das heißt:
Sie können sich für die Pflege frei nehmen.
Sie müssen dann nicht arbeiten.
Und bekommen trotzdem Geld.
Dafür sollen Gesetze geändert werden.

Hilfe für Familien
Familien brauchen Unterstützung.
Zum Beispiel:

  • durch eine Haushalts-Hilfe
  • durch eine Kinder-Betreuung

Die neue Regierung will diese Unterstützung fördern.
Das heißt zum Beispiel:
Es soll Gutscheine für Familien geben.
Und Geld.
Damit kann die Unterstützung zum Teil bezahlt werden.
Zuerst sollen so Allein-Erziehende Hilfe bekommen.
Und Familien mit Kindern und Angehörigen,
die Pflege brauchen.
Später sollen alle Familien diese Unterstützung bekommen können.

Forderung 2: Pflege für Menschen mit Beeinträchtigung verbessern

Pflege: Ein Mann gibt einer Frau Essen.
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1. Angehörige von Menschen mit Beeinträchtigung
sollen frei entscheiden können:
Wann und wie sie
die Verhinderungs-Pflege nutzen.
Zum Beispiel:
Sie sollen sie auch für einige Stunden
am Tag nutzen können.
Verhinderungs-Pflege bedeutet:
Viele Angehörige pflegen einen Menschen mit Beeinträchtigung zu Hause.
Manchmal brauchen die Angehörigen davon eine Pause.
Oder sie werden krank.
Dann können sie eine Vertretung bekommen.
Sie übernimmt für eine Zeit die Pflege zu Hause.

2. Menschen mit Beeinträchtigung sollen überall häusliche Pflege bekommen.
Egal, ob sie allein oder in einer Wohn-Einrichtung wohnen.

3. Die Pflege-Versicherung und die Eingliederungs-Hilfe
muss es weiter zusammen geben.
Auch, wenn die Pflege-Versicherung verändert werden soll.
Menschen mit Beeinträchtigung bekommen Leistungen der Eingliederungs-Hilfe.
Doch viele von ihnen müssen auch gepflegt werden.
Das zahlt die Pflege-Versicherung.
Sie bekommen dann beide Leistungen:
Die Leistungen der Eingliederungs-Hilfe
und die Leistungen der Pflege-Versicherung.
Das muss auch so bleiben.
Damit Menschen mit Beeinträchtigung gut versorgt sind.

Pflege zu Hause soll einfacher werden
Angehörige von Menschen mit Beeinträchtigung
sollen die Verhinderungs-Pflege einfacher bekommen können.
Sie sollen freier entscheiden können:
Wann und wie sie die Verhinderungs-Pflege und die Kurz-Zeit-Pflege nutzen.

Gute Versorgung von Menschen mit Beeinträchtigung
Die Politik will auch klären:
Wie die Leistungen der Eingliederungs-Hilfe
und der Pflege-Versicherung zusammen-passen.
Das Ziel der Politik ist:
Dass Menschen mit Beeinträchtigung weiter gut versorgt sind.

Forderung 3: Eine Kinder- und Jugend-Hilfe für alle

Kinder und Jugendliche
© Reinhild Kassing

Die Kinder- und Jugend-Hilfe unterstützt Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene
und ihre Familien.
In Zukunft soll die Kinder- und Jugend-Hilfe mehr Aufgaben haben.
Sie soll sich auch um alle Angelegenheiten
von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung kümmern.
Jetzt soll geschaut werden:
Wie eine gute Kinder- und Jugend-Hilfe für alle gelingen kann.
Deshalb müssen alle wichtigen Stellen gefragt werden:

  • Wie kann das Gesetz gut werden?
  • Welche Unterstützung braucht das Jugend-Amt?

Die Lebenshilfe fordert:
1. Alle müssen helfen:
Damit es eine Kinder- und Jugend-Hilfe für alle gibt.
2. Eine Kinder- und Jugend-Hilfe für alle kostet auch Geld.
Die Regierung muss dieses Geld geben.

Das Gesetz wird immer wieder geprüft
Es soll eine gute Kinder- und Jugend-Hilfe für alle geben.
Darum sollen viele verschiedene Stellen nach ihrer Meinung gefragt werden:
Die Bundes-Länder, die Gemeinden und zum Beispiel Sozial-Verbände wie die Lebenshilfe.
Sie sollen sagen:
Was sich in der Kinder- und Jugend-Hilfe verändern muss.
Die Ergebnisse sollen dann auch im Gesetz stehen.
Die neuen Regeln sollen immer wieder geprüft werden.
Besondere Unterstützung sollen Pflege-Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung bekommen.
Die Politik will auch dabei helfen:
Dass die Jugend-Hilfe mehr im Internet machen kann.

Forderung 4: Arbeit besser machen

Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung
© Reinhild Kassing

Nur wenige Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten auf dem
Allgemeinen Arbeits-Markt.
Menschen mit Lernschwierigkeiten haben es auf dem Allgemeinen Arbeits-Markt besonders schwer.
Sie arbeiten daher oft in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Das nennt man kurz: WfbM.

Die Lebenshilfe fordert:
1. Jeder Mensch soll entscheiden können,
was er arbeiten möchte.
Und wo er arbeiten möchte.
Egal, wie viel Unterstützung er braucht.
2. Wer in der Werkstatt arbeitet,
muss mehr Geld bekommen.

Eine Frau arbeitet im Büro.
© Reinhild Kassing

Menschen mit Beeinträchtigung sollen leichter auf dem Allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten können.
Arbeit-Geber sollen deshalb
gute Ansprech-Partner haben.
Damit sie wissen:
Wie sie Menschen mit Beeinträchtigung beschäftigen können.
Auch ihre Anträge sollen bald schneller genehmigt werden.
Manche Arbeit-Geber stellen trotzdem keine Menschen mit Beeinträchtigung ein.
Diese Arbeit-Geber müssen dann noch mehr Geld an den Staat bezahlen.
Dazu sagt man: Ausgleichs-Abgabe.
Mit dem Geld will der Staat Menschen mit Beeinträchtigung fördern.
Und zwar die,
die auf dem Allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten wollen.

Werkstätten sollen in Zukunft Menschen mit Beeinträchtigung unterstützen. Damit sie auch auf dem Allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten können. Werkstätten sollen Menschen mit Beeinträchtigung dabei begleiten.

Auch Inklusions-Unternehmen sollen vom Staat stärker unterstützt werden.
In Inklusions-Unternehmen arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen.

Geld in der Werkstatt
Die Politik will weiter raus-finden:
Wie Menschen in der Werkstatt besser und gerechter bezahlt werden können.
Die Politik will auch wissen:
Was das für den Allgemeinen Arbeits-Markt bedeutet.
Wenn die Ergebnisse fest-stehen,
will die Politik sie auch umsetzen.

Forderung 5: Hindernisse abschaffen

Barriere
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Menschen mit Beeinträchtigung dürfen
nicht benachteiligt werden.
Und es darf keine Barrieren für sie geben.
Barrieren sind Hindernisse.
Das heißt zum Beispiel:
Es fehlen oft Rampen für Rollstühle.
Bis jetzt fehlt in Deutschland auch ein Gesetz.
In dem Gesetz muss stehen:
Es darf keine Hindernisse für
Menschen mit Beeinträchtigung geben.
Auch im privaten Bereich
muss alles barriere-frei sein.
Zum privaten Bereich gehören zum Beispiel:
Cafés, Konzerte und Super-Märkte.

Die Lebenshilfe fordert:
1. Auch im privaten Bereich muss alles barriere-frei sein.
Wenn es doch Hindernisse gibt, muss das als Benachteiligung anerkannt werden.
Das muss in einem Gesetz stehen.
2. Der Gesundheits-Bereich muss barriere-freier werden.
Das heißt zum Beispiel:
Arzt-Praxen, Krankenhäuser und Apotheken
müssen barriere-frei umgebaut werden.
Es muss mehr Informationen in Leichter Sprache geben.
Ärzte und Pfleger brauchen mehr Zeit.
Dann können sie Menschen mit Beeinträchtigung besser behandeln.
Und sie müssen lernen:
Wie sie mit Menschen mit Beeinträchtigung gut umgehen können.

Mehr Barriere-Freiheit.
© Reinhild Kassing

Deutschland soll in noch mehr Bereichen barriere-frei werden.
Zum Beispiel:

  • bei der Bahn,
  • bei vielen öffentlichen Gebäuden,
  • beim Wohnen,
  • im Gesundheits-Bereich und
  • im Internet.

Darum werden verschiedene Gesetze überarbeitet.
Auch im privaten Bereich soll es bald weniger Hindernisse geben.
Zum Beispiel in Cafés und Geschäften.
Veranstaltungen von vielen Behörden und Informationen über Gesetze
sollen übersetzt werden:

  • in Gebärden-Sprache und
  • in Leichte Sprache.

Gesundheits-Bereich
Der Gesundheits-Bereich soll sich verändern.
Er soll barriere-frei werden.
Damit viele verschiedene Menschen ihn gut nutzen können.
Zum Beispiel:

  • Menschen mit Beeinträchtigung
  • Menschen aus anderen Ländern
  • Frauen und Männer

Dafür will die Politik einen Plan machen.
Er heißt: Aktions-Plan.
In dem Plan steht:
Was sich genau verändern soll.
Kinder mit schweren Beeinträchtigungen sollen besser versorgt werden.
Und ihre Familien sollen dafür weniger Anträge ausfüllen müssen.
Erwachsene mit schweren Beeinträchtigungen werden in bestimmen Zentren versorgt.
Das sind Orte mit vielen verschiedenen Ärzten.
Die Ärzte kennen sich alle gut mit Beeinträchtigungen aus.
Es soll mehr von diesen Zentren in allen Bundes-Ländern geben.

Forderung 6: Im Internet dabei sein

Computer mit Internet
© Reinhild Kassing

Viele Dinge passieren heute
nur noch im Internet.
Durch das Internet sind Computer
auf der ganzen Welt miteinander verbunden.
Im Internet gibt es viele Angebote.
Man bekommt zum Beispiel
wichtige Informationen.
Auch Menschen mit Beeinträchtigung sollen diese Angebote nutzen.
Und im Internet mitmachen.
Man nennt das: digitale Teilhabe.

Die Lebenshilfe fordert:
1. Menschen mit Beeinträchtigung sollen
im Internet dabei sein.
Sie müssen ausreichend Geld für einen Computer und Internet bekommen.
2. Menschen mit Lernschwierigkeiten müssen am Computer unterstützt werden.
Sie brauchen eine Assistenz.
Das soll über die Eingliederungs-Hilfe geregelt werden.

Die Politik will prüfen:
Wie alle Menschen im Internet dabei sein können.
Das geht zum Beispiel durch weniger Hindernisse im Internet.

Forderung 7: Betreuungs-Recht

Beratung
© Reinhild Kassing

Viele erwachsene Menschen
mit Beeinträchtigung haben
eine rechtliche Betreuung.
Immer wieder gab es dabei Probleme.
Darum gibt es ein neues Gesetz.
Das Gesetz gilt ab dem Jahr 2023.
Durch das Gesetz wird
das Betreuungs-Recht besser.
Betreute werden mehr
selbst bestimmen können.
Wichtig ist:
Die neuen Regeln müssen auch umgesetzt werden.
Dafür muss es genug Geld geben.

Die Lebenshilfe fordert:
1. Bis Januar 2023 muss es in ganz Deutschland
Beratungs- und Beschwerde-Stellen für Betreute geben.
2. Bis Januar 2023 muss es eine Fach-Stelle für
unterstützte Entscheidungs-Findung geben.
3. Menschen mit Betreuung dürfen
weiterhin selbst Entscheidungen treffen.
Das muss so im Gesetz stehen.
4. Das neue Betreuungs-Recht wird untersucht.
Die Ergebnisse müssen schnell veröffentlicht werden.
Vielleicht zeigen die Ergebnisse:
Das Gesetz muss geändert werden.
Dann muss das schnell gemacht werden.
5. Die neue Regelung zur Sterilisation wird untersucht.
Vielleicht zeigen die Ergebnisse:
Die Regelung muss geändert werden.
Dann muss das schnell gemacht werden.
6. Betreuungs-Vereine müssen mehr Geld bekommen.

Im Koalitions-Vertrag hat die Politik dazu nichts aufgeschrieben.

Forderung 8: Politik geht nur mit allen Menschen

Gruppe Menschen
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Die Lebenshilfe setzt sich für Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Familien ein.
Eltern und Fach-Leute machen mit.
Das ist das Ziel:
Menschen mit Beeinträchtigung
sollen überall dabei sein.
Sie wollen auch in der Politik mit-machen.

Die Lebenshilfe fordert:
Menschen mit Beeinträchtigung müssen dabei sein, wenn über sie entschieden wird.
Gesetze müssen barriere-frei sein.
Das heißt:
Sie müssen für alle verständlich sein.
Zum Beispiel durch Leichte Sprache.
Damit Menschen mit Lernschwierigkeiten alles verstehen.

Die Politik will dafür sorgen:
Dass Menschen mit Beeinträchtigung in der Politik mehr mit-entscheiden können.
Vor allem auf Bundes-Ebene.
Dort werden wichtige Gesetze für ganz Deutschland gemacht.
Es soll dauerhaft mehr Geld geben.
Damit Menschen mit Beeinträchtigung in der Politik dabei sein können.

Das will die Politik außerdem für Menschen mit Beeinträchtigung machen

Bundes-Teilhabe-Gesetz
© Reinhild Kassing

Seit 1. Januar 2020 gilt ein neues Gesetz:
Das Bundes-Teilhabe-Gesetz.
Kurz: BTHG.
Das Gesetz ist für Menschen mit Beeinträchtigung.
Das Gesetz regelt:
Welche Unterstützung Menschen mit Beeinträchtigung bekommen.
Zum Beispiel:

  • Beim Wohnen,
  • bei der Arbeit
  • und in der Freizeit. 

Im Koalitions-Vertrag steht:
Das neue Gesetz soll genau angeschaut werden:
Werden die neuen Regeln aus dem Gesetz überall umgesetzt?
Wo gibt noch Probleme?
Das Ziel ist:
Dass bald überall die neuen Regeln gelten.
Außerdem soll es noch genauere Regeln geben:
Damit es weniger Gewalt gegen Menschen mit Beeinträchtigung gibt.

Viele Menschen mit Beeinträchtigung bekommen Unterstützung.
Das sind zum Beispiel Leistungen der Eingliederungs-Hilfe.
Die bekommen sie,
um Benachteiligungen zu vermeiden.
Oder um sie so schnell wie möglich abzuschaffen.
Zum Beispiel gibt es Eingliederungs-Hilfe:

  • bei der Arbeit
  • und bei der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.

Bisher ist es so:
Menschen mit Beeinträchtigung müssen etwas von ihrem Geld abgeben.
Wenn sie Eingliederungs-Hilfe bekommen.
Die neue Regierung plant jetzt:
Dass Menschen mit Beeinträchtigung für Eingliederungs-Hilfe
weniger Geld abgeben müssen.
Das wird aber noch genauer geprüft.

Geld
© Reinhild Kassing

Manche Menschen haben zu wenig Geld.
Sie können davon nicht leben.
Sie bekommen deshalb Geld vom Staat.
Diese Unterstützung heißt Grund-Sicherung.
Manche sagen auch Sozial-Hilfe oder Hartz 4.

Die Grund-Sicherung soll abgeschafft werden.
Stattdessen soll es ein Bürger-Geld geben.
Unklar ist:
Was das genau für Menschen mit Beeinträchtigung heißt.

Viele Menschen mit Beeinträchtigung leben in Wohn-Einrichtungen.
Einige von ihnen bekommen auch Grund-Sicherung.
Allerdings bekommen sie weniger Grund-Sicherung als andere Menschen.
Wer allein oder in einer Wohn-Gemeinschaft lebt,
bekommt nämlich mehr Grund-Sicherung.
Die neue Regierung will das jetzt prüfen.
Sie will dann entscheiden:
Ob das gerecht ist oder geändert werden muss.

Antrag
© Reinhild Kassing

Viele Menschen mit Beeinträchtigung brauchen Geld und Unterstützung vom Staat.
Dafür müssen sie und ihre Familien
oft viele Anträge ausfüllen.
Die Anträge sind von verschiedenen Ämtern.
Sie sind oft schwer zu verstehen.
Oft dauert es lange:
Bis die Ämter über einen Antrag entscheiden.
Das will die Politik jetzt ändern:
Anträge sollen einfacher werden.
Sie sollen schneller bearbeitet werden.
Dafür sollen verschiedene Sachen
verändert werden.

Pflege zu Hause
© Reinhild Kassing

Manche Menschen mit Beeinträchtigung brauchen viel Pflege.
Zum Beispiel:
Weil sie nicht alleine atmen
und essen können.
Sie müssen deshalb Tag und Nacht
betreut werden.
Dazu sagt man auch: Intensiv-Pflege.
Bisher konnten solche Menschen nur schwer zu Hause gepflegt werden.
Das soll sich nun ändern.
Die Politik will dafür ein Gesetz überprüfen.
Und das Gesetz vielleicht auch ändern.
Damit Familien bei der Pflege zu Hause besser unterstützt werden.

Barriere-Freiheit
© Reinhild Kassing

Barriere-Freiheit bedeutet:
Es gibt keine Hindernisse.
Das ist für Menschen mit Beeinträchtigung besonders wichtig.
Damit sie überall dabei sein können.
Und ohne Probleme überall
hin-kommen können.
Darum will die Politik:

  • Busse,
  • Züge,
  • Straßen-Bahnen,
  • U-Bahnen und S-Bahnen barriere-frei machen.

Das heißt zum Beispiel:
Es soll überall Rampen und Fahr-Stühle für Rollstuhl-Fahrer geben.
Außerdem sollen die Fahr-Pläne besser zueinander passen.
Damit das Umsteigen einfacher wird.

Wohnung
© Reinhild Kassing

In Deutschland fehlen viele Wohnungen.
Die Politik will das ändern.
Sie will zum Beispiel Geld für den Bau neuer Wohnungen geben.
Die Mieten sollen günstig sein.
In den Wohnungen soll es
wenig Hindernisse geben.
Hindernisse können zum Beispiel Treppen oder schmale Türen sein.
Sie sind für Rollstuhl-Fahrer ein Problem.

Der alte Schwer-Behinderten-Ausweis.
© Reinhild Kassing

Der Schwerbehinderten-Ausweis
soll einen neuen Namen bekommen.
Er soll bald Teilhabe-Ausweis heißen.
Der Teilhabe-Ausweis soll außerdem digital sein.
Das heißt zum Beispiel:
Änderungen am Teilhabe-Ausweis
sind dann auch im Internet möglich.

Durch den digitalen Teilhabe-Ausweis
sollen Menschen mit Beeinträchtigung auch einfacher erfahren:
Welche Unterstützung sie bekommen können.

Assistenz-Hund
© Reinhild Kassing

Viele Menschen mit Beeinträchtigung brauchen Unterstützung.
Manche Menschen mit Beeinträchtigung bekommen die Unterstützung von Hunden.
Diese Hunde heißen Assistenz-Hunde.
Assistenz-Hunde zeigen Menschen mit Beeinträchtigung zum Beispiel den Weg.
Oder helfen ihnen bei verschiedenen Sachen.
Assistenz-Hunde müssen
eine Ausbildung bekommen.
Die Politik will jetzt
ein Assistenz-Hunde-Gesetz machen.
Damit es bald mehr Assistenz-Hunde gibt.

Fußball
© Reinhild Kassing

Menschen mit Beeinträchtigung
sollen überall dabei sein.
Auch im Sport.
Das will die Politik unterstützen.
Es soll normal werden:
Dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen Sport machen.
Außerdem gibt es Sport-Veranstaltungen nur für Menschen mit Beeinträchtigung.
Zum Beispiel:
die Special Olympics World Games.
Das spricht man so: Speschell Olüm-picks Wörld Gems.
Das ist Englisch.
Und ein Sport-Wettbewerb für Menschen mit einer Lern-Behinderung.
Er findet im Jahr 2023 in Berlin statt.
Die Politik will den Wettbewerb unterstützen

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