Selbst-Vertretung in der Politik
© Lebenshilfe/David Maurer
Selbst-Vertretung in der Politik
Leichte
Sprache

Selbst-Vertretung in der Politik

Menschen mit Beeinträchtigung wollen
selbst über ihr Leben entscheiden.
Und ihre Meinung sagen.
Darum wollen sie auch in der Politik mit-machen.
Hier lesen Sie in Leichter Sprache:
Wie Selbst-Vertretung in der Politik klappen kann.

Was ist Politik?

Selbst-Vertreter stimmen ab.
© Reinhild Kassing

Das Wort Politik kommt
aus der griechischen Sprache.
Die Griechen sagten zu Städten,
die sich selbst verwaltet haben: polis.
Heute denken viele bei dem Wort Politik
zum Beispiel an den Bundes-Kanzler.
Und seine Minister und Ministerinnen.
Politik bedeutet aber viel mehr.
Politik beginnt im Alltag.
Das heißt:
Politik regelt das Zusammen-Leben
von Menschen.

Hier lesen Sie einige Beispiele für Politik

So können Sie die Texte lesen:
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Sie können den Text über das Kreuz auch wieder schließen.

Selbst Politik machen

Demonstration
© Reinhild Kassing

Jeder Mensch hat unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen.
Deshalb gibt es auch verschiedene Formen von politischer Mit-Bestimmung. 
So können Sie zum Beispiel Politik machen:

  • Sie können sich über Politik informieren.
  • Sie können wählen gehen.
  • Sie können auf Demonstrationen gehen.
  • Sie können Unterschriften für eine politische Forderung sammeln.
  • Sie können in Parteien, Vereinen oder Gruppen mit-machen.
Menschen tauschen sich aus.
© Reinhild Kassing

Sich mit anderen austauschen

Ein Schritt in die Politik ist:
Mit anderen Menschen über Politik sprechen.
Zum Beispiel: 

  • mit Freunden,
  • Nachbarn
  • und der Familie.
Zwei Frauen unterhalten sich.
© Reinhild Kassing

Sie können sich auch bei Gesprächen beteiligen.
Zum Beispiel:
Sie können Ihre Meinung sagen.
Das gilt auch:
Wenn die Gesprächs-Partner eine andere Meinung haben.
Vielleicht haben Sie zu einem Thema
auch noch keine Meinung.
Dann hilft der Austausch mit anderen.

  • Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.
  • Sie können sich weiter-bilden.
    Sie können zum Beispiel ein Seminar zu einem bestimmten Thema besuchen.
  • Sie können sich in Zeitungen oder im Internet informieren. 
    Auf der Seite Nachrichten Leicht gibt es zum Beispiel Nachrichten in Leichter Sprache.
Menschen bei einer Besprechung.
© Reinhild Kassing

Sich zusammentun

So können Sie sich mit anderen Menschen zusammentun:

  • Sie können zu Stammtischen gehen,
  • bei Vereinen mitmachen,
  • selbst eine Politik-Gruppe gründen
  • oder in eine Partei eintreten.

Viele Lebenshilfen haben einen Lebenshilfe-Rat.
Bei Problemen können Sie sich dort melden. 
Sie können auch selbst Mitglied werden.

In vielen Gemeinden gibt es auch
einen Behinderten-Beirat.
Der Behinderten-Beirat berät die Verwaltung und Politik.
Er sagt:
Wie Menschen mit Beeinträchtigung in der Gemeinde besser leben können.

Ein Beispiel für Selbst-Vertretung in Europa

Alle gehören dazu. Von Anfang an. Das ist Inklusion.
© Reinhild Kassing

Inclusion Europe spricht man so: Inkluschen Jurop.
Inclusion Europe ist eine Vereinigung von Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Sie hat viele Mitglieder in ganz Europa.
Inclusion Europe setzt sich für die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung ein.
Und für ihre Familien.
Inclusion Europe hat im September 2022 eine Veranstaltung gemacht.
Die Selbst-Vertreter Manuela Stock
und Joachim Busch
waren auch dabei.
Hier lesen Sie mehr über die Veranstaltung.

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Seine Rechte kennen.
© Reinhild Kassing

Seine Rechte kennen

UN ist die Kurz-Form für Vereinte Nationen.
Die Vereinten Nationen sind die Versammlung
von allen Ländern auf der Welt.
Diese Länder machen manchmal Verträge miteinander.
Die Verträge nennen sie: Konvention.
Das spricht man so: Kon-wen-zion.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention
heißt kurz UN-BRK.
In der UN-BRK steht zum Beispiel:
Menschen mit Beeinträchtigung dürfen
nicht benachteiligt werden.
Deutschland hat die UN-BRK unterschrieben.
Und muss sich deshalb an die UN-BRK halten.

In der UN-BRK steht zum Beispiel:

  • Menschen mit Beeinträchtigung dürfen überall dabei sein.
    Darauf haben sie ein Recht.
  • Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Vertreter dürfen mit-entscheiden.
    Das gilt für alle Sachen, die Menschen mit Beeinträchtigung betreffen.

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