Frau bei der Arbeit
© David Maurer/Lebenshilfe
Arbeiten
Positionspapier

Teilhabe am Arbeitsleben für alle

Zugang zu beruflicher Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben für alle – das fordert die Lebenshilfe in einem verbändeübergreifenden Positionspapier zur Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.

Mit dem Bundesteilhabegesetz sind viele neue Angebote im Bereich der beruflichen Teilhabe für Menschen mit Behinderung entstanden. Doch Menschen mit schweren Behinderungen werden davon ausgeschlossen. In der Praxis haben sie häufig auch keinen Zugang zur Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).
Dabei sind berufliche Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf möglich. Wichtig sind die richtigen Rahmenbedingungen. Das neue Forderungspapier der Lebenshilfe geht genau darauf ein. Es zeigt, wo angesetzt werden muss, um Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf im Lebensbereich Arbeit nicht mehr zu übergehen.

  1. Für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf im Bereich der beruflichen Teilhabe fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe:
  2. einen Rechtsanspruch auf berufliche Teilhabe und Tagesförderung,
  3. ein personenzentriertes Verfahren zur Bedarfsermittlung,
  4. eine umfassendere berufliche Orientierung und den Ausbau nachschulischer Angebote,
  5. eine konzeptionelle Weiterentwicklung von Angeboten der Tagesförderung und der WfbM,
  6. die Abschaffung des Kriteriums des „Mindestmaßes wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung“,
  7. das Nutzen des Eingangs- und Berufsbildungsbereichs der WfbM für die berufliche Erprobung,
  8. die sozialversicherungsrechtliche Gleichstellung von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf und
  9. notwendige Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung.

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