Erhöhung des Ausbildungsgeldes
© Lebenshilfe/David Maurer
Arbeiten
Rechtstipp

Höherer Grundbetrag für Beschäftigte in WfbM

Der Grundbetrag für Menschen mit Behinderung die in einer WfbM arbeiten, wird ab Januar 2020 erhöht. In den folgenden drei Jahren wird der Grundbetrag weiter erhöht und beträgt ab Januar 2023 insgesamt 119 Euro monatlich.

Höherer Grundbetrag für in Werkstätten beschäftigte Menschen mit Behinderung

Erhöhung des Ausbildungsgeldes
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Im Arbeitsbereich von Werkstätten beschäftigte Menschen mit Behinderung erhalten als Arbeitsentgelt mindestens einen monatlichen Grundbetrag, der in der Höhe dem im Berufsbildungsbereich gezahlten Ausbildungsgeld entspricht. Der Grundbetrag ist also an die Höhe des Ausbildungsgeldes gekoppelt. Hinzukommen kann ein der Leistung angemessener Steigerungsbetrag. So steht es in § 221 Absatz 2 SGB IX.

Erfreulich: Der Grundbetrag wird ab Januar 2020 auf mindestens 89 Euro monatlich erhöht. In den folgenden drei Jahren (Januar 2021 bis 2023) wird der Grundbetrag mindestens um jeweils weitere zehn Euro erhöht. Ab Januar 2023 soll er 119 Euro monatlich betragen.

Weniger erfreulich: Da das Ausbildungsgeld im Berufsbildungsbereich bereits im August 2019 auf 117 Euro und ab August 2020 auf 119 Euro monatlich erhöht wird, erfolgt übergangsweise bis 2023 eine Entkoppelung von Grundbetrag und Ausbildungsgeld. Geregelt ist dies in § 241 Absatz 9 SGB IX des Gesetzes zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes.

Hintergrund: Viele Werkstätten und ihre Interessenvertretungen hatten im Gesetzgebungsverfahren vorgetragen, dass sie einen deutlich erhöhten Grundbetrag analog der Erhöhung des Ausbildungsgeldes in einem Schritt wirtschaftlich nicht leisten könnten. Im Unterschied zum Ausbildungsgeld muss der Grundbetrag aus dem Arbeitsergebnis gezahlt werden, das eine Werkstatt erwirtschaftet.

Weitere Informationen zur finanziellen Unterstützung Beschäftigter in einer WfbM

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