Freiwilligendienst in Teilzeit
© Lebenshilfe/David Maurer
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Rechtstipp

Bundesfreiwilligendienst jetzt für alle in Teilzeit möglich

Bislang konnten Freiwillige den Bundesfreiwilligendienst (BFD) nur als Vollzeitbeschäftigung leisten, wenn sie jünger als 27 Jahre waren. Mit dem Gesetz zur Einführung einer Teilzeitmöglichkeit in den Jugendfreiwilligendiensten und im Bundesfreiwilligendienst ist die Altersgrenze von 27 Jahren nun aufgehoben worden.

Freiwilligendienste in Teilzeit

Freiwilligendienst in Teilzeit
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Im BFD können sich Frauen und Männer für das Allgemeinwohl engagieren. Möglich ist dies ab Ende der Vollzeitschulpflicht und im Unterschied zu anderen Freiwilligendiensten ohne Altersgrenze nach oben. Die Einführung des BFD ist eine Folge der Aussetzung von Wehrpflicht und Zivildienst. Dem entsprechend sind mögliche Einsatzstellen u. a. am Gemeinwohl orientierte Dienste und Einrichtungen im sozialen Bereich.

Bislang konnten Freiwillige den BFD nur als Vollzeitbeschäftigung leisten, wenn sie jünger als 27 Jahre waren. Auch bei jungen Menschen kann es Gründe wie z. B eine Behinderung, eine chronische Erkrankung oder eine besondere persönliche Situation wie die Pflege von nahen Angehörigen geben, die eine Vollzeitbeschäftigung ausschließen. Voraussetzung für eine Teilzeitbeschäftigung im BFD ist ein sog. berechtigtes Interesse an einer Reduzierung der Dienstzeit, das bei der Antragstellung nachzuweisen ist.

Was hat sich am Freiwilligendienst geändert?

Mit dem Gesetz zur Einführung einer Teilzeitmöglichkeit in den Jugendfreiwilligendiensten und im Bundesfreiwilligendienst ist die Altersgrenze von 27 Jahren aufgehoben worden. Wie schon bisher muss der in Teilzeit ausgeübte Freiwilligendienst mindestens 20 Wochenstunden umfassen. Auf die Möglichkeit, einen BFD in Teilzeit zu leisten, besteht kein Rechtsanspruch. Notwendig ist das Einverständnis der Einsatzstelle. Dies ist der Dienst oder die Einrichtung, wo der BFD geleistet werden soll.

Tipp: Wenn Interesse an einer Teilzeitbeschäftigung besteht, sollte zunächst bei der potentiellen Einsatzstelle abgeklärt werden, ob ein BFD dort geleistet werden kann. Sodann sollte unter Darlegung des Grundes („berechtigtes Interesse“) die Möglichkeit einer Reduzierung der täglichen oder wöchentlichen Dienstzeit erörtert werden.

Weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst:

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