© Lebenshilfe/David Maurer
Wohnen
Selbstbestimmt leben

Wohnen – wo und wie ich will

Ein Mann entspannt in einer Wohnung
© Lebenshilfe/David Maurer
Selbstbestimmtes Wohnen

Wohnen gehört zu den wichtigsten Lebensbereichen. Die Menschen in Deutschland haben das Recht zu wählen, wo, wie und mit wem sie leben wollen. Das gilt auch für Menschen mit Beeinträchtigung und ist in der UN-Behindertenrechtskonvention und im neunten Sozialgesetzbuch geregelt. Die rechtliche Situation hat sich für Menschen mit Behinderung verbessert. Doch noch immer fehlen zum Beispiel barrierefreie Wohnungen, ambulante Wohnangebote und mehr finanzielle Unterstützung. Die Lebenshilfe wird sich deshalb auch in Zukunft dafür einsetzen, dass es ganz verschiedene Wohnformen gibt. Sie sollen sich nach den Wünschen der Menschen mit Beeinträchtigung richten.

Doch was heißt das? Die Menschen sind zu unterschiedlich, als dass man sagen könnte, welches die beste Wohnform für alle ist. Doch ob alleine, in einer Wohngemeinschaft oder mit dem Partner: „Wichtig ist, dass der Mensch gerne lebt, wo er wohnt“, sagt der Rat behinderter Menschen der Bundesvereinigung Lebenshilfe. „Alle Menschen sollen so lange wie möglich und so lange sie es wollen in ihrer eigenen Wohnung und im gewohnten Umfeld leben können. Wenn ein Mensch Hilfe beim Wohnen braucht, soll er sie dort erhalten, wo er wohnt, wo er sich wohlfühlt und wo er leben will.“ Denn wer sich in seinem Zuhause wohl und sicher fühlt, kann Kraft für seinen Alltag tanken. Er kann Beziehungen zu seinen Nachbarn aufbauen und sich in seiner Gemeinde engagieren. So entstehen Zugehörigkeit und Teilhabe.

Besonders wichtig sind also Wahlmöglichkeiten. Es gibt zwar heute schon viele verschiedene Wohnformen. Eine freie Wahl haben Menschen mit Beeinträchtigung aber häufig noch nicht. Denn nicht überall gibt es genug Angebote und Wohn-Alternativen.

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