Schermbeck und Berlin

Grenzüberschreitungen

Die inklusive Künstlergruppe Nebelhorn aus Nordrhein-Westfalen war im August 2019 mit ihrem neuen Projekt im Kunstquartier Bethanien zu Gast. Viele kreative Berliner*innen beteiligten sich am Offenen Atelier.

Plakat Projekt Grenzüberschreitungen in Berlin
© Gruppe Nebelhorn

Woran denken Sie, wenn Sie „Grenzüberschreitungen“ hören? An die Momente, in denen man über sich selbst hinauswächst und neues Land entdeckt? Oder an die Verletzungen, die durch brutale oder unbedachte Respektlosigkeit entstehen?
Grenzüberschreitungen sind Erfahrungen, die oft mit Worten nicht zu beschreiben sind – und doch dürfen sie nicht verschwiegen werden.

Die Künstler*innen der Gruppe Nebelhorn aus Schermbeck in NRW haben aus dieser Situation ein beeindruckendes Projekt gemacht. Hoch beladen mit Ideen und Materialien reisten sie für zehn Tage nach Berlin – natürlich: in die Stadt, die weiß, was Grenzen und ihr Fall bedeuten. Dort luden sie alle Interessierten in ein Offenes Atelier zum Thema ein. Die Berliner*innen ließen sich nicht lang bitten. Ob Menschen mit oder ohne Behinderung, ob Kinder oder Senioren, ob direkt aus dem Büro oder aus den Kreuzberger Cafés: Viele fanden spontan den Weg ins Kunstquartier Bethanien und wurden dort kreativ.

Für die Gruppe Nebelhorn war das ein sehr gelungener Auftakt. Denn es geht weiter: Ein ganz ähnliches inklusives Atelier zu „Grenzüberschreitungen“ wird sie nun in ihrer Heimat anbieten, und im Spätsommer 2020 geht das Atelier zum zweiten Mal nach Berlin. Schließlich – letzter Teil – werden die Kunstwerke aus allen Projektphasen öffentlich ausgestellt, in NRW und in Berlin, versteht sich.
Man kann schon jetzt gespannt sein auf all die Zeichnungen und Bilder, Installationen und Texte, Fotos und Filme – Ausdruck unverwechselbarer Ideen und ganz persönlicher Erfahrungen mit der Überschreitung von Grenzen.

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