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Arbeitsleben

Stricken mit schwerer Behinderung

In der Aufbaugruppe der Lebenshilfe-Werkstatt Erkelenz arbeiten 30 Erwachsene mit schwerer Mehrfachbehinderung. Sie haben sich auf das Strick-Handwerk spezialisiert. „Wir sind stolz auf das, was wir hier selbst herstellen“, sagt Gruppenleiterin Nicole Jansen und zeigt auf die Mosaikarbeiten auf den Fensterbänken und die selbstgenähten Gardinen.

„Wir stricken einfach gerne. Wolle in allen Farben und Größen hat sich fest in unserem Alltag etabliert“, sagt Jansen. Christian Schmitz stimmt ihr nickend zu. Auch wenn er nicht sprechen kann, versteht man schnell, dass er Freude am Stricken hat. Auf einem digitalen Bilderrahmen zeigt er einige der Arbeiten, die er und seine Kollegen produziert haben: Decken, Schals und Mützen, Socken für Babys, Kinder oder Erwachsene, Taschen und Rucksäcke.

Auch die Arbeitsatmosphäre ist entscheidend

„Wir richten unsere individuelle Förderung nach dem Menschen, seinen Fähigkeiten und Interessen aus“, sagt Wolfgang Vossen, pädagogischer Leiter der Werkstatt. „Ein umfangreiches und interessantes Materialangebot, die räumlichen Bedingungen und eine gute Arbeitsatmosphäre spielen eine große Rolle.“ Durch die vielfältigen Angebote der Werkstatt erhalten auch Menschen mit schwerer Behinderung die Chance, am Arbeitsleben teilzunehmen.

Das Strickhandwerk der Aufbaugruppe hat sich aus dem Hobby einer Mitarbeiterin entwickelt. „Sie strickte in den Pausen. Das Interesse der Kollegen war schnell geweckt“, erinnert sich Nicole Jansen. Moderne Strickhilfen machen es leicht, auch mit körperlicher Einschränkung saubere Maschen zu knüpfen. „Beim Stricken ist das Arbeitsergebnis gleich sichtbar und wächst mit jeder Masche“, sind sich die Mitarbeiter einig.

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