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Projekt

Mit den Augen von Jugendlichen – was braucht inklusive Jugendarbeit?

Was ist jungen Menschen mit Behinderung wichtig? Können sie die bestehenden Angebote der Kinder- und Jugendarbeit überhaupt nutzen? Antworten soll das neue Projekt „Mit den Augen von Jugendlichen – was braucht inklusive Jugendarbeit?“ liefern. Hier erfahren Sie alles rund um das Praxis-Forschungsprojekt.

Motivation zur Erforschung inklusiver Jugendarbeit

Was wünschen sich junge Menschen mit Beeinträchtigung?
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Was wünschen sich junge Menschen mit Beeinträchtigung?

Die Beteiligung von jungen Menschen mit Behinderungen ist ein Auftrag für die Kinder- und Jugendarbeit. So steht es im 15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung. Aber was ist jungen Menschen mit Beeinträchtigung wichtig? Was wünschen sie sich für ihre Freizeit? Können sie die bestehenden Angebote der Kinder- und Jugendarbeit überhaupt nutzen? Bisher ist das kaum erforscht. Die Interessen und Bedürfnisse von Jugendlichen mit sogenannter geistiger Behinderung werden in der aktuellen pädagogischen Freizeitforschung und in Jugendstudien nur wenig beachtet.

Darum wird mit dem Projekt „Mit den Augen von Jugendlichen – was braucht inklusive Jugendarbeit?“ die Entwicklung inklusiver Angebote für Jugendliche aus der Nutzer*innenperspektive untersucht. Das heißt, dass die Sicht junger Menschen mit Beeinträchtigung auf ihre Beteiligung an Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit im Vordergrund steht. Das Projekt möchte einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen mit Beeinträchtigung in den Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit wiederfinden.

Das sind die Zielgruppen

Jugendliche und Fachkräfte gehören zur Zielgruppe des Projektes.
© Lebenshilfe/David Maurer
Jugendliche und Fachkräfte gehören zur Zielgruppe des Projektes.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen Jugendliche mit sogenannter geistiger Behinderung von 12 bis 18 Jahren.
Um ein umfassendes Bild zu gewinnen, ist eine weitere Zielgruppe wichtig: die Menschen, die die verschiedenen Angebote für Jugendliche in den Lebenshilfen durchführen oder in Entscheidungsfunktionen arbeiten. So kann ermittelt werden, wie bereits jetzt die Angebote für junge Menschen mit Behinderung aussehen.
Weiterhin richtet sich das Projekt an Einrichtungen und Träger der Kinder- und Jugendarbeit nach Sozialgesetzbuch acht (SGB VIII §11 und §12), wie zum Beispiel Jugendverbände oder Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Unser Ziel ist ein Dialog mit den Fachkräften aus der Behindertenhilfe und Kinder- und Jugendarbeit zu den Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen. So können nachhaltige Kooperationen entstehen um Kinder- und Jugendarbeit gemeinsam inklusiver zu gestalten.

Das sind die Ziele des Projektes

Mit dem Projekt wollen wir erreichen, dass...

  • wir Erkenntnisse über Interessen und Wünsche von Jugendlichen mit geistiger Behinderung zu Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit gewinnen. Das Projekt will Wissenslücken schließen.
  • Angebote der Kinder- und Jugendarbeit an Interessen und Lebenslagen von Jugendlichen mit Behinderung anknüpfen.
  • Kinder- und Jugendarbeit ihrem Inklusions-Auftrag fundiert nachkommen kann.
  • Jugendliche mit sogenannter geistiger Behinderung in ihrer Vielfalt an Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit gemäß ihren Interessen und Bedürfnissen teilhaben.
  • neue Kooperationen von Trägern der Kinder- und Jugendarbeit und der Behindertenhilfe/Lebenshilfe entstehen. So können sich diese beiden Systeme aneinander annähern und im Sinne ihrer Adressat*innen zusammenwirken.
  • Akteure aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie Behindertenhilfe Handwerkszeug in Form einer Handreichung erhalten. So können sie Ideen zur Gestaltung inklusiver Angebote bekommen.
  • Akteur*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie Behindertenhilfe befähigt und inspiriert werden, bedarfsgerechte inklusive Angebote zu entwickeln und umzusetzen.
  • auch junge Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung mitgestalten und entscheiden.
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