Eine Schwangere berührt ihren Bauch.
© Pixabay
FASD
Leichte
Sprache

FASD einfach erklärt

FASD ist eine Beeinträchtigung.
FASD spricht man so: Ef-A-Es-De.
Aber woher kommt FASD?
Und wie leben Menschen mit FASD heute?
Hier erfahren Sie mehr über das Thema in Leichter Sprache.

Was ist FASD?

Ein Baby krabbelt.
© Reinhild Kassing

Manche Mütter trinken in der Schwangerschaft Alkohol.
Das kann ihren Babys schaden.
Die Babys können FASD bekommen.
Das ist eine Beeinträchtigung.

FASD spricht man so: Ef-A-Es-De.
Das ist die Abkürzung für
Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen.
Auf Englisch heißt das:
Fetal Alcohol Spectrum Disorder.
Daher kommen die Buchstaben FASD.

Eine schwangere Frau wird von ihrer Frauen-Ärztin untersucht.
© Reinhild Kassing

Fetal bedeutet:
Es geht um ganz kleine Babys.
Sie sind noch im Bauch der Mutter.
Zu so kleinen Babys sagt man auch Fetus.
Ein Spektrum ist eine bestimmte Band-Breite.
Das heißt:
Es gibt verschiedene Ausprägungen von FASD.
Manche Menschen haben eine starke Beeinträchtigung.
Andere nur eine leichte.

Wie viel Alkohol dürfen Schwangere trinken?

Achtung: Rotes Warn-Schild mit erhobenem Zeige-Finger.
© Reinhild Kassing

Schwangere sollten keinen Alkohol trinken.
Manche Frauen trinken wenig Alkohol in der Schwangerschaft.
Trotzdem können ihre Kinder FASD bekommen.
Deshalb sollten Schwangere ganz auf Alkohol verzichten.
In den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft ist Alkohol für das Baby besonders schlimm.
Aber auch danach kann Alkohol dem Kind schaden.

Wie kann FASD festgestellt werden?

Eine Ärztin berät eine Frau.
© Reinhild Kassing

Für Menschen mit FASD ist es wichtig,
dass FASD früh erkannt wird.
Dann können sie besser gefördert werden.
FASD wird oft mit anderen Beeinträchtigungen verwechselt.
Darum gibt es Fach-Leute für FASD.
Das sind zum Beispiel Ärzte und Ärztinnen,
die sich damit besonders gut auskennen.
Sie machen Tests mit ihren Patienten.
Und untersuchen sie ganz genau.
Dann können sie feststellen,
ob jemand FASD hat.
Bei FASD Deutschland gibt es eine Liste mit Fach-Leuten.
Hier können Sie sich die Liste ansehen.

Wie häufig ist FASD?

Menschen
© Reinhild Kassing

Dazu gibt es keine ganz genauen Zahlen.
Aber es gibt Schätzungen:
In Deutschland werden pro Jahr mehr als 4 Tausend Kinder mit FASD geboren.
Das sagt FASD Deutschland
Das ist ein Verein.
Der Verein will Eltern helfen.
Und über FASD informieren.
FASD gilt als häufigste angeborene geistige Beeinträchtigung in Deutschland.

Wie sind Menschen mit FASD?

Ein Assistent lies etwas vor.
© Reinhild Kassing

Jeder Mensch mit FASD ist einzigartig.
Trotzdem gibt es einige Gemeinsamkeiten.
Bei Menschen mit FASD ist das Gehirn geschädigt.
Manche können deshalb nie alleine leben.
Sie brauchen immer Unterstützung.
Andere sind selbständig.
Sie können allein leben.
Und haben nur leichte Einschränkungen.
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie mit FASD leben.
Denn manchmal merkt man das FASD kaum.
Und nicht alle Ärzte kennen FASD.

Menschen mit Beeinträchtigung und Assistenz
© Reinhild Kassing

Menschen mit FASD haben außerdem oft:

  • halb geschlossene Augen-Lider
  • einen kleinen Kopf
  • eine schmale Ober-Lippe

Außerdem sind sie oft kleiner und leichter als andere Menschen.
Auch Herz-Fehler sind bei Menschen mit FASD häufig.

Eine Frau schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
© Reinhild Kassing

Beim Verhalten zeigen viele Menschen mit FASD bestimmte Eigenschaften.
Zum Beispiel:

  • Sie haben Lern-Schwierigkeiten
  • Sie können Sachen schlecht planen.
  • Sie können aus Fehlern kaum lernen.
  • Sie können sich schlecht an Regeln halten.
  • Sie können sich schlecht in andere Menschen einfühlen.
  • Sie sind sehr unruhig.
  • Sie regen sich schnell auf.

Was hilft Menschen mit FASD?

Eine Familie mit Kindern
© Reinhild Kassing

Kinder mit FASD
brauchen eine gute Förderung.
Zum Beispiel:

  • beim Sprechen-Lernen
  • und um Neues zu lernen.

Das ist noch für Kinder mit FASD wichtig:

  • Menschen zu haben, auf die sie sich verlassen können.
  • Sie brauchen viel Liebe und Nähe.
  • Und Verständnis dafür,
    dass sie eine Beeinträchtigung haben. 
Eine Frau kauft Brot in der Bäckerei.
© Reinhild Kassing

Auch viele erwachsene Menschen mit FASD brauchen gute Unterstützung.
Zum Beispiel:

  • Sie müssen Dinge wie Aufräumen oder Einkaufen immer wieder üben.
  • Ihre Tage brauchen feste Regeln.
    Der Ablauf vom Tag sollte immer ähnlich sein.
  • Sie brauchen feste Bezugs-Personen.

Ihr Umfeld sollte ruhig und entspannt sein.
Viele Menschen mit FASD haben nämlich Probleme mit Lärm.

Wie leben Menschen mit FASD?

Kinder beim Turnen.
© Reinhild Kassing

Menschen mit FASD können ganz unterschiedlich sein.
Einige brauchen viel Unterstützung im Alltag.
Andere kommen gut allein zurecht.
Es gibt also viele unterschiedliche Lebens-Wege.

Ein Beispiel sind die Zwillinge Clara und Luise.
Sie leben mit FASD.
Clara und Luise sind bei Pflege-Eltern aufgewachsen.
In ihrer Grund-Schul-Zeit fühlten sie sich wohl.
Sie gehörten dazu.
Sie hatten Freunde.
In der Pubertät änderte sich das.

Zwei starke Frauen heben die Faust
© Reinhild Kassing

Clara sagt:

Besonders ab der 8. Klasse habe ich gemerkt,
dass ich anders bin als die anderen.
Wir waren oft allein und abseits.
Ich wurde stiller und stiller.
Und zog mich dann schließlich auch selbst mehr zurück.

Inzwischen sind Clara und Luise erwachsen.
Sie haben eine Internet-Seite.
Und erzählen dort von ihrem Leben mit FASD.
Sie wollen zeigen:
Dass man auch mit FASD ein normales und glückliches Leben führen kann.
Mehr über sie erfahrt ihr im Video. 

Wann ist der Tag für Menschen mit FASD?

Kalender
© Reinhild Kassing

Der Tag für FASD ist der 9. September.
Es gibt den Tag seit dem 9.9.1999.
Die Idee hatten Eltern und Pflege-Eltern von Kindern mit FASD aus Neuseeland, den USA, Kanada und Südafrika.
Sie wollten zeigen:
Wie gefährlich Alkohol in der Schwangerschaft ist.
Seit dem Jahr 2007 gibt es den Tag auch in Deutschland.

Mehr Informationen über FASD

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