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Zukunft gestalten!

Regionalkonferenzen der Lebenshilfe

Eine Strukturkommission, zusammengesetzt aus ehrenamtlichen Mitgliedern des Bundesvorstands, der Bundeskammer und der Orts-/Kreisvereinigungen, hat Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Lebenshilfe erarbeitet. Es geht um die Zukunft des Verbandes und das geht alle etwas an.

Hintergrund der Regionalkonferenzen

Eine Strukturkommission hat über ein Jahr lang intensiv zusammengearbeitet und im Ergebnis einen umfassenden Bericht mit Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Lebenshilfe vorgelegt. Auf der Mitgliederversammlung 2018 wurden die Empfehlungen vorgestellt und es wurde beschlossen, diese im gesamten Lebenshilfeverband mit Zukunftsfragen zu diskutieren.

Daraufhin fanden von Januar bis Mai 2020 im Lebenshilfeverband fünf Regionalkonferenzen zu den Empfehlungen der Strukturkommission statt. Es haben sich dabei Themen herauskristallisiert, die nun weiter diskutiert werden.

Die Online-Regionalkonferenz der Lebenshilfe zum Thema "Die Säulen der Lebenshilfe" hat am Samstag, den 14.11.2020, stattgefunden.

Artikel aus der Lebenshilfe-Zeitung 4/2020:
Zusammen sind wir stark

In der Lebenshilfe sind verschiedene Menschen aktiv: Menschen mit Behinderung, Eltern und Geschwister, Fachleute und Unterstützer. Sie alle haben in einer online Konferenz diskutiert: Wie können wir in der Lebenshilfe besser zusammenarbeiten?

Am 14. November fand eine virtuelle Konferenz zur Zukunft der Lebenshilfe statt: Als Ergebnis aus den Regionalkonferenzen vom Frühjahr hatte sich das Thema „Zusammenarbeit der vier Säulen in der Lebenshilfe“ als wichtiger Punkt herauskristallisiert.

Daher hatten Bundesvorstand und Bundeskammer im September beschlossen, dazu eine online-Konferenz anzubieten. Im Frühjahr war dieses Thema mit nur wenigen Menschen mit Behinderung diskutiert worden. Daher war es besonders erfreulich, dass sie bei der virtuellen Konferenz gut vertreten waren.

Ansonsten waren Eltern und Angehörige, ehrenamtlich Engagierte und hauptamtliche Leitungskräfte ebenso dabei wie zahlreiche Mandatsträger der Lebenshilfe in Vorständen aller drei Ebenen.

Zunächst gab es eine Beratung mit allen Teilnehmer*innen, bei der wichtige Aspekte herausgearbeitet wurden. Dann wurden in vier Arbeitsgruppen verschiedene Fragen beraten:

  • Zum einen Selbstvertretung und Beteiligung in der Lebenshilfe. Konkret ging es darum, was Selbstvertreter brauchen, um sich gut und aktiv beteiligen zu können.
  • In einer zweiten Arbeitsgruppe ging es darum, wie erreicht werden kann, dass „wo Lebenshilfe drauf steht, Lebenshilfe drin ist“ und so auch die Marke Lebenshilfe geschützt wird. Hier ist angedacht, eine neue Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit gemeinsamen Eckpunkten zur Qualität der Angebote, zu den Standards in der Leistungserbringung und Geschäftsführung wie auch zur ideellen Ausrichtung beschäftigen soll.
  • Eine weitere Arbeitsgruppe hat sich mit der Frage beschäftigt, wie die regionale Zusammenarbeit gestärkt werden könnte. Dies war auch schon auf anderen Regionalkonferenzen Thema und schien ein wichtiger Aspekt, um die Lebenshilfe insgesamt zu stärken.
  • Die letzte Arbeitsgruppe hat sich mit der Frage der Zusammenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Aktiven in der Lebenshilfe befasst: Neben einer guten Information und Kommunikation auf Augenhöhe wurden hier Teambildungsmaßnahmen vorgeschlagen, die die Zusammenarbeit verbessern und Konflikte vermeiden können.

Am Ende waren sich alle einig: Das Treffen war sehr fruchtbar und die Diskussionen insbesondere in den Arbeitsgruppen sehr intensiv.

Neben diesem Austausch zu den Säulen der Lebenshilfe haben die Gremien im September drei weitere Aktivitäten zur Weiterführung der Impulse aus den Regionalkonferenzen beschlossen: Aktuell wird eine Arbeitsgruppe gegründet, die die Aufgabengliederung in der Lebenshilfe berät und die Handreichung hierzu überarbeitet. Das Thema „gemeinsame Wissens- und Organisationsdatenbank der Lebenshilfe“ wird in der AG Digitalisierung aufgegriffen.

Schließlich fließen die Vorschläge zur Mitgliedergewinnung in eine Handreichung für die Orts- und Kreisvereinigungen ein.

Quelle: Lebenshilfe-Zeitung 4/2020
Autorin: Jeanne Nicklas-Faust

Unterlagen zum Herunterladen

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