Presse
16.07.2018 Sonstiges

Ganz plastisch: Wer gewinnt den Kreativ-Wettbewerb?

Der „Ganz plastisch.“-Wettbewerb im Jubiläumsjahr der Bundesvereinigung Lebenshilfe steht vor seinem großen Finale: Die Jury hat jetzt aus den mehr als 400 eingereichten Werken die sechs besten ausgewählt. Sie werden bei der Feier zum 60. Geburtstag der Lebenshilfe im September in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin ausgezeichnet.

© Bundesvereinigung Lebenshilfe
Logo des Kreativ-Wettbewerbs Ganz plastisch.

Unter dem Motto „Keine Worte für Ihre Erfahrungen? Dann machen sie es doch mal ganz plastisch!“ hatte die Bundesvereinigung Lebenshilfe seit dem Februar 2018 zur Teilnahme an ihrem Amateur-Kreativwettbewerb aufgerufen. Menschen mit und ohne Behinderung, Einzelkünstler und Teams, Wohn- und Werkstattgruppen, Schulklassen und Kollegen, Familien und Freundeskreise waren aufgefordert, räumliche Objekte zum Thema „Teilhabe statt Ausgrenzung“ zu erstellen – und sie beteiligten sich in großer Zahl: Zum Abschluss der Wettbewerbsfrist am 30. April zählten die Veranstalter 420 eingereichte Plastiken. „Das ist ein umwerfendes Ergebnis“, so die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe Ulla Schmidt, MdB. „Es zeigt uns, wie brennend die Menschen an einer Gesellschaft interessiert sind, die teilhaben lässt statt auszugrenzen. Es zeigt aber auch, wieviel wir für dieses Ziel einsetzen können: unsere Ideen und unsere Fantasie, unser Engagement und unsere Hartnäckigkeit. Und vor allem unsere Kreativität.“

Auf sechs der 420 Künstler bzw. Teams wartet nun eine ganz besondere Ehrung: Als Anwärter auf den Sieg im Ganz plastisch.-Wettbewerb sind sie eingeladen, bei der Jubiläumsfeier zum 60. Geburtstag der Lebenshilfe am 28. September 2018 in Berlin dabei zu sein, dort ihre Werke zu präsentieren und die Preise entgegenzunehmen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird eine Ansprache zum Jubiläum der Lebenshilfe halten und den Ganz Plastisch.-Nominierten persönlich gratulieren.

Spannend bis zum Schluss: Der Kreativ-Wettbewerb wird erst auf der Feier mit der Verkündung des Gewinners beendet. Doch wer sind sie nun, die Nominierten für den Ganz plastisch.-Award? Die Wettbewerbs-Jury – besetzt mit der Künstlerin und UdK-Professorin Susanne Lorenz, der Künstlerin Julia Krause-Harder aus dem Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt/Main und den bekannten Wissenschaftlern Karl-Ernst Ackermann und Andreas Fröhlich – hatte es nicht leicht.

Nominiert sind:

  • „Farbe (bekennen)“ von Julius Mommsen. Julius ist Schüler an der Porta-Nigra-Schule der Lebenshilfe Trier, dort gestaltete er auch sein Objekt.
  • „Totenkopf“ von Tanja Scherer. Sie schuf ihr Objekt im Kreativ-Angebot der Reha Offenburg.
  • „Itzeblitz“ aus Zittau. Das Objekt wurde vom Heimbeirat und den Bewohnerinnen und Bewohnern des dortigen Lebenshilfe-Wohnheims sowie vielen engagierten Helfern erstellt.
  • „Jägersitz und Beichtstuhl“ von Maximilian Weiger aus Sigmaringen. Er war zunächst in der Malwerkstatt der Zieglerschen in Wilhelmsdorf aktiv; sein Doppelobjekt entstand im benachbarten Atelier 33.
  • „Lasst Luft ab – Zeit für Demokratie“ von Michael Dinges aus Worms. Er schuf sein Objekt im atelierblau der dortigen Lebenshilfe.
  • „Unentschieden“ von Elias Könen, der ebenfalls Schüler an der Porta-Nigra-Schule der Lebenshilfe Trier ist und dort sein Objekt gestaltete.


Das Projekt „Ganz plastisch.“ wird von der BARMER im Rahmen der Selbsthilfeförderung finanziert.

Informationen zur Medien-Akkreditierung für die Jubiläumsveranstaltung werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.


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