Presse
26.04.2018 Inklusion und Teilhabe

„Sein Humor baut Brücken“

Er ist Arzt, Moderator, Komiker, Autor und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN. Die Rede ist von Dr. Eckart von Hirschhausen, der seit vielen Jahren für kranke, alte und behinderte Menschen eintritt. Dafür verleiht ihm die Bundesvereinigung Lebenshilfe ihren Medienpreis BOBBY 2018. „Eckart von Hirschhausen ist ein Glücksfall für unsere Gesellschaft“, so die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, MdB. „Mit seinem Humor baut er Brücken für ein besseres Miteinander, für Teilhabe und Inklusion. Er erreicht damit Millionen von Zuschauern und Lesern, die ihm vertrauen wie dem eigenen Hausarzt.“

© Ben Knabe/WDR Foto
Dr. Eckart von Hirschhausen erhält den BOBBY 2018, den Medienpreis der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Für die dreiteilige ARD-Sendung „Hirschhausen Check-up“ besuchte Eckart von Hirschhausen mehrere Tage eine Geburtsstation mit Frühchen, eine Psychiatrische Klinik und ein Altenheim. In seiner Sendung „Hirschhausens Quiz des Menschen“ macht er immer wieder Menschen mit Behinderung und ihre Lebenssituation zum Thema. Und in seinem aktuellen Buch „Wunder wirken Wunder“ widmet er ein ganzes Kapitel einem „tiefbegabten Wunderkind“. Am Ende schreibt er: „Die ganze Familie hat mich tief beeindruckt mit ihrer Liebe, Hingabe und Annahme. Und dem Weitermachen. Ganz anders, als man sich das mal vorgestellt hat. Heilung kann auch heißen, zu akzeptieren, dass nicht alle heil sind. Aber dazugehören.“

Zur Auszeichnung mit dem BOBBY sagt Eckart von Hirschhausen: „Als Arzt in der Kinderneurologie lernte ich viele Kinder und Familien mit seltenen, chronischen oder lebensbegrenzenden Erkrankungen kennen. Mit einzelnen habe ich bis heute Kontakt. Es gehört zu meinen Grundüberzeugungen, den Wert eines Menschen nicht an seiner Leistungsfähigkeit fest zu machen. Seit ich über Fernsehen, Bücher und meine Bühnenprogramme die Chance habe, viele Menschen zu erreichen, nutze ich die gerne ‚all inclusive‘. Dafür den BOBBY verliehen zu bekommen, ist mir eine große Ehre. Und ich teile diesen Preis mit meiner Schwester, die mir seit ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Lebensgemeinschaft mit behinderten Menschen vieles näher- und beigebracht hat. Es gibt viele, die für ihr tägliches Tun den Preis mehr verdient hätten als ich. Diesen Menschen gilt mein ausgesprochener Dank, denn sie halten unsere Gesellschaft zusammen und menschlich.“
 
Die Preisverleihung findet am 15. November 2018 in Marburg im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten „60 Jahre Lebenshilfe“ statt.

Der BOBBY wird gefördert von der Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge, den Versicherern im Raum der Kirchen.

 

Wer ist der BOBBY?

Mit dem BOBBY, benannt nach seinem ersten Preisträger Bobby Brederlow, einem Schauspieler mit Down-Syndrom, würdigt die Bundesvereinigung Lebenshilfe seit 1999 vorbildliches Engagement, das aufklärt und Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung abbaut. Der Lebenshilfe-Medienpreis wird zum 19. Mal verliehen, er ist nicht mit einem Preisgeld verbunden.

Die bisherigen Preisträger(innen):

  • Natalie Dedreux, die das Down-Syndrom hat und Bundeskanzlerin Angela Merkel in der ARD-Sendung Wahlarena zum Thema „Spätabtreibungen“ befragte (2017)
  • Annette Frier, Schauspielerin, und der WDR-Fernsehfilm "Nur eine Handvoll Leben" (2016)
  • FC Bayern München mit Karl-Heinz Rummenigge für die Aktion des Vereins zum Welt-Down-Syndrom-Tag (2015)
  • Kai Pflaume, Showmaster (2014), für die ARD-Reihe "Zeig mir Deine Welt" mit Tom Auweiler, Verena Glatter, Ronja Nobbe, Anna Ring, Ottavio Tavormine und Sebastian Urbanski, die alle das Down-Syndrom haben
  • ChrisTine Urspruch, kleinwüchsige Schauspielerin, mit dem "Tatort" des WDR aus Münster (2013)
  • Claudia Kleinert, TV-Moderatorin (2012)
  • 2011 wurde der BOBBY nicht verliehen.
  • Willi Lemke, UN-Sonderberater für Sport (2010)
  • Juliana Götze, Schauspielerin mit Down-Syndrom, für ihre Rolle in der ARD-Krimiserie "Polizeiruf 110", Folge "Rosis Baby" (2009)
  • Menschen - das Magazin, ZDF-Sendereihe (2008)
  • Guildo Horn, Sänger, Entertainer und Moderator, für die SWR-Talkshow "Guildo und seine Gäste" (2007)
  • "In Sachen Kaminski", SWR-Fernsehfilm mit Juliane Köhler und Matthias Brandt (2006)
  • Rolf Zuckowski, Liedermacher (2005)
  • "Verrückt nach Paris", Kinofilm mit dem integrativen Bremer Theater Blaumeier-Atelier (2004)
  • Günther Jauch, Moderator und Showmaster (2003)
  • Peter Radtke, Schauspieler mit Glasknochen, ehemaliger Leiter der Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien (2002)
  • "Lindenstraße", ARD-Fernsehserie, mit Jan Grünig in der Rolle des Martin "Mürfel" Ziegler, der das Down-Syndrom hat (2001)
  • Alfred Biolek, Talkmaster (2000)
  • Bobby Brederlow, Schauspieler mit Down-Syndrom, für seine Rolle im deutsch-österreichischen Fernseh-Vierteiler "Liebe und weitere Katastrophen", Erstausstrahlung in der ARD (1999)

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