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Regional
Lebenshilfe Köln e.V.

Begleitete Elternkurse: Anbindung von Familien mit behinderten Angehörigen an stadtweite Elternkurse und -gruppen in Köln

Mit dem Projekt möchte die Lebenshilfe Köln Familien mit – insbesondere geistig – behinderten Angehörigen sowie Eltern mit einer geistigen Behinderung die Teilnahme an bestehenden Gruppen- und Kursangeboten in Köln zur Elternberatung und zum Elternaustausch ermöglichen.

© typelover Michael Schultz

Projekt

Mit dem Projekt möchte die Lebenshilfe Köln Familien mit – insbesondere
geistig – behinderten Angehörigen sowie Eltern mit einer geistigen Behinderung die Teilnahme an bestehenden Gruppen- und Kursangeboten in Köln zur Elternberatung und zum Elternaustausch ermöglichen. Familien mit behinderten Angehörigen können ebenso wie alle anderen von den bestehenden Angeboten profitieren, wenn ihre Unterstützungsbedarfe in ausreichendem Maße berücksichtigt werden. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen der Lebenshilfe Köln und anderen Beratungs- und Bildungsträgern ermöglichen, Kurs- und Beratungsangebote bedarfsgerechter und inklusiver auszurichten.


Organisation

Die Lebenshilfe Köln e.V. ist ein großer Dienstleister der Behindertenhilfe, der aus einer Elternvereinigung hervorgegangen ist.
Unsere Angebote

  • Familienentlastender Dienst
  • Freizeitgruppen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen
  • Integrationshilfen in Schulen und Kitas
  • Ambulante Kinder- und Jugendhilfe (Hilfen zur Erziehung, …)
  • Betreutes Wohnen u. stationäre Wohnangebote für erwachsene Menschen m. Behinderung
  • BUKA
  • Büro für leichte Sprache
  • Beratungsstelle

Mit ihren Angeboten erreicht die Lebenshilfe Köln mehr als 500 Familien mit einem behinderten Angehörigen in Köln.

Es gibt in einer Großstadt wie Köln viele Eltern-Kind-Kurse und Kurse über Erziehungsthemen und Erziehungsmethoden. Ausgangspunkt für die Projektidee war, dass auch unser Kundenkreis ebenso wie Familien ohne einen behinderten Angehörigen von vorhandenen Bildungsangeboten, die Eltern und Familien stärken, profitieren können. Im Sinne der Inklusion könnten diese somit gut genutzt werden. Aus unterschiedlichsten Gründen nutzen Familien mit einem behinderten Angehörigen diese Angbote aber noch wenig.
Das Projekt der Begleiteten Elternkurse soll einerseits noch fehlende notwendige Informationen oder Unterstützung aufzeigen und erbringen. Andererseits soll mit den Anbietern dieser Kurse das Kurs- und Beratungsangebot bedarfsgerechter ausgerichtet werden.

Zielgruppen sind Familien mit einem behinderten Angehörigen, die z.B. mit einem geeigneten Kursangebot zur Vermittlung von Erziehungskompetenzen neue Strategien für den gemeinsamen Umgang zwischen Eltern und Kindern kennen lernen könnten, oder die von Austausch, Anregung und Entlastung in Gruppenangeboten profitieren könnten, um nicht weiter in eine soziale Isolation zu geraten. Es kann sich innerhalb der Familien um die Behinderung eines Kindes handeln aber auch um kognitive Einschränkungen und einen besonderen Förderbedarf eines Elternteils. Als weitere (mittelbare) Zielgruppen gelten die stadtweiten Bildungsträger in Köln, die als Kooperationspartner dieses Projektes ihre Gruppen- und Kursangebote für die oben benannten Zielgruppen öffnen oder weiter öffnen möchten. Der Zugang zu diesen Angeboten ist bei vielen Anbietern aus verschiedenen Gründen noch zu hochschwellig oder es existieren bei ihnen noch keine Kursangebote, die diese Familien genügend berücksichtigen.

Als Kooperationspartner werden Familienbildungsstätten sowie weitere Bildungsträger in Köln angefragt.

Geplant ist mit den Kooperationspartnern geeignete Kursangebote herauszufiltern und gesondert bei unseren Kunden zu bewerben sowie gemeinsame Infoveranstaltungen durchzuführen.
Wenn Familien Interesse zeigen, aber noch einen zusätzlichen Bedarf an Information, Veranschaulichung, Begleitung, Übersetzungen oder auch an Betreuung ihrer Kinder zu Kurszeiten haben, so kann dank einer Förderzusage der RheinEnergieStiftung individuell darauf eingegangen werden.

Gemeinsam mit den teilnehmenden Eltern und den Kursreferenten werden die Erfahrungen eruiert und mit den Bildungsträgern ausgewertet damit die stadtweiten Träger ihre Kursangebote auch in Bezug auf Auschreibung und Gestaltung noch besser auch für Familien mit einem behinderten Angehörigen anpassen können. Die Erfahrungen sollen auch für weitere inklusive stadtweite Angebote nutzbar gemacht werden.

Insgesamt ist das Projekt auf 2 Jahre konzipiert.

Die Projektidee wurde bei den Anbietern von Elterngruppen und -kursen sehr schnell befürwortet, weil sie ihre Angebote zum größten Teil als inklusive Angebote sehen und verstehen. Die spannende Frage wird sein, ob sich mit dem Projekt die Zielgruppen der Familien mit einem behinderten Angehörigen auch angesprochen und gut beraten fühlen, damit sie die stadtweiten Angebote in ihren jeweiligen Lebenslagen auch gut nutzen können.
Eine besondere Herausforderung sind Eltern, die einen Förderbedarf haben. Hier wird vermutet, dass es sinnvoll ist neben einer Kurs-Begleitung im Rahmen des Projektes auch Fachkräfte vorzuhalten, die diesen Eltern für Fragen oder praktische Anleitung bei der Umsetzung von Kursinhalten in ihren Familienalltag zur Verfügung stehen.

Förderzusage der RheinEnergieStiftung Familie für einen Großteil der Personalkosten.
Sach- und Betriebskosten sowie geringe Personalkostenanteil aus Eigenmitteln der Lebenshilfe Köln e.V.

Es bedarf für inklusive Projekte engagierte Kooperationspartner zu denen eine gute Vernetzung aufgebaut wird. Träger, die solche Projekte ins Leben rufen, benötigen neben kreativen und engagierten Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen auch Plannungssicherheit und Refinanzierungen. Desweiteren sind inklusive Ideen und Projekte auch auf Förderer angewiesen. Ohne Projektmittel (z.B. Stiftungsmittel) wären die Personalkosten, die einen Großteil der Kosten ausmachen für einen Träger nicht aufzubringen.

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