Kinder

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INTROTEXT Ab dem 18. Geburtstag ist grundsätzlich jeder erwachsene Mensch für sich selbst verantwortlich. Das heißt: Eltern von Menschen mit geistiger Behinderung sind dann nicht einfach berechtigt, für ihr Kind Eingliederungshilfe zu beantragen oder einen Heimvertrag abzuschließen. Sie können aber zum Beispiel die rechtliche Betreuung für ihr Kind übernehmen. Aber was heißt das?

Erziehungsberatung bei der Familienberatungsstelle
© Lebenshilfe/David Maurer
Vater mit kleinem Kind auf dem Arm

Die Geburt eines Kindes ist immer eine große Umstellung. Das Leben ändert sich von Grund auf. Bei einem Kind mit Behinderung kommt hinzu, dass es häufig viel intensiver versorgt werden muss. Die Anforderungen an die Eltern sind hoch. Deshalb gibt es eine Reihe staatlicher Hilfen.

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Auch die Leistungen der Pflegeversicherung stehen einem Kind mit Behinderung und seinen Eltern praktisch ab der Geburt zu. Reichen die Leistungen der Pflegekasse nicht, kann zusätzlich Hilfe zur Pflege vom Sozialamt gewährt werden. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass alle Neugeborenen und Säuglinge eine umfassende Versorgung brauchen. Dieser allgemeine Pflegebedarf wird natürlich nicht über die Pflegeversicherung abgedeckt.

Mütter eines Kindes mit Behinderung haben nach der Geburt Anspruch auf längere Mutterschutzfristen. Statt acht stehen ihnen zwölf Wochen zu. Die Bedingung: Ein Arzt muss innerhalb von acht Wochen nach der Geburt bei dem Kind eine Behinderung feststellen. Außerdem muss die Mutter eine Verlängerung der Schutzfrist bei ihrem Arbeitgeber beantragen. Und sie muss ihre Krankenkasse über den gestellten Antrag informieren. Nur so kann diese die verlängerte Schutzfrist bei der Auszahlung des Mutterschaftsgeldes berücksichtigen.

Schließlich steht Eltern von Kindern mit Behinderung – wie allen anderen Eltern auch – Kindergeld zu. Die Beantragung und Auszahlung erfolgt über die Familienkasse.

Sind die Eltern gesetzlich versichert, besteht für das Kind ebenfalls ein voller Krankenversicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Grund ist die Familienversicherung. Über die Krankenversicherung kann zum Beispiel eine Haushaltshilfe finanziert werden, wenn es der Mutter nach der Entbindung gesundheitlich nicht gut geht. Daneben besteht ein Anspruch auf Hilfsmittel, wie Schienen oder Orthesen gegenüber den Krankenkassen.

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