Mann bei der Arbeit
© David Maurer/Lebenshilfe
Arbeiten
Rechtstipp

Mehr Geld für Werkstatt-Beschäftigte

Seit dem Jahr 2017 können Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) beschäftigt sind, mehr von ihrem Arbeitsentgelt behalten. Das gilt auch, wenn sie auf Leistungen zum Lebensunterhalt vom Sozialamt, wie zum Beispiel Grundsicherung, angewiesen sind.

Werkstattbeschäftigten steht zunächst ein sogenannter Grundfreibetrag in Höhe von einem Achtel der Regelbedarfsstufe 1 zu. Das sind derzeit 52 Euro. Darüber hinaus bleiben jetzt 50 Prozent des den Grundfreibetrag übersteigenden Arbeitsentgelts anrechnungsfrei. Vorher waren es nur 25 Prozent. Geregelt wird das alles im zwölften Sozialgesetzbuch in den Paragraphen 82 Absatz 3 und 88 Absatz 2.

Berechnungsbeispiel

Ein Beschäftigter erhält für seine Tätigkeit im Arbeitsbereich einer WfbM den Grundbetrag von monatlich 80 Euro. Neben dem Grundfreibetrag von 52 Euro können von den weiteren 28 Euro 14 Euro behalten werden. Von 80 Euro Verdienst bleiben dem Beschäftigten somit insgesamt 66 Euro monatlich.
Zusätzlich erhalten Werkstattbeschäftigte ein Arbeitsförderungsgeld. Dieses beträgt jetzt 52 Euro monatlich und darf nicht mit anderen finanziellen Sozialleistungen verrechnet werden. Das Arbeitsförderungsgeld wird ungekürzt ausgezahlt, wenn die oder der Werkstattbeschäftigte nicht mehr als 299 Euro monatlich als Arbeitsentgelt erhält.
Bei der Kostenbeteiligung am Mittagessen in einer WfbM bleibt zunächst bis Ende 2019 alles beim Alten.

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