Jahresbericht / Finanzen 2016 der Bundesvereinigung Lebenshilfe

Auch Menschen mit geistiger Behinderung sollen den Jahres-Bericht verstehen können.
Deshalb wurden die Texte in Leichte Sprache übertragen.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages - Foto: Laurence Chaperonzoom

das Jahr 2016 begann mit einer traurigen Nachricht: Tom Mutters starb am 2. Februar im hohen Alter von 99 Jahren. Die Anteilnahme war überwältigend, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel würdigten die Leistungen des Lebenshilfe-Gründers für Menschen mit Behinderung, ihre Familien und die gesamte Gesellschaft. Tom Mutters war ein leuchtendes Vorbild für uns alle. Wie schade, dass er den leidenschaftlichen Kampf der Lebenshilfe für ein besseres Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III nicht mehr miterleben konnte.

Als im Juli unsere Kampagne #TeilhabeStattAusgrenzung startete, war uns nicht klar, wie das ausgehen würde: Würde es uns gelingen, bundesweit Aufmerksamkeit zu erregen und Veränderungen herbeizuführen? Heute wissen wir, wie stark unsere Kampagne war und wie wirksam. Mit den fünf Forderungen in einprägsamer Form, mit den unzähligen Gesprächen in Berlin und vor Ort, mit Briefen und vielfältigen Aktionen, mit Demonstrationen und Unterschriften unter unserer Petition. Die Lebenshilfe war auf allen Ebenen aktiv, und sie war erfolgreich.

Johannes Singhammer, mein Kollege im Präsidium des Deutschen Bundestages und Vorstand der Lebenshilfe München, brachte es auf den Punkt: „Das war ein Lehrstück gelingender Demokratie. Mit engagierten Debatten, guten Argumenten und viel Herzblut.“ Die Arbeit geht nun weiter, wenn wir die Umsetzung der Gesetze kritisch begleiten. Und wenn wir für weitere Verbesserungen eintreten – lassen Sie uns dies in bewährter Weise gemeinsam tun. Darauf freue ich mich schon.

Gemeinsam heißt für mich ganz selbstverständlich auch Hand in Hand mit den Menschen mit Behinderung. Wenn unsere Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter das Wort ergreifen, dann hören die Leute zu. Es sind die klaren, einfachen Botschaften unserer Selbstvertreter, die gerade Politiker überzeugen. Wie selbstbewusst etwa meine Vorstandskollegin Ramona Günther auftritt – ob bei unseren Parlamentarischen Abenden oder vor 7.000 Demonstranten am Brandenburger Tor – das ist schon beeindruckend. Diese Stärke unserer Selbstvertreter gilt es, auf allen Ebenen der Lebenshilfe zu fördern und ihr Raum zu geben.

Am 24. September 2017 wird ein neuer Bundestag gewählt. Ein Skandal ist für mich, dass Menschen mit einer Betreuung in allen Angelegenheiten bis heute von der Wahl ausgeschlossen sind. Mehr als 80.000 Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sind von dieser Diskriminierung betroffen.

Noch keine 100 Jahre ist es her, dass Frauen in Deutschland nicht wählen durften. Man sprach ihnen die Fähigkeit ab, demokratisch vernünftige Entscheidungen zu treffen. Am 19. Januar 1919 war es dann Frauen erstmals erlaubt, bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung ihre Stimme abzugeben. Mutige Frauen hatten beharrlich dafür gekämpft. Für das uneingeschränkte Wahlrecht behinderter Menschen müssen wir heute alle eintreten. Das ist eine Frage der Demokratie.

Ihre
Ulla Schmidt


MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Bundesvorsitzende der Lebenshilfe

(Vorwort des Jahresberichts 2016, Seite 3)

Peter Stabenow, Mitglied des Bundesvorstandes - Foto: Hans D. Beyer

Als Mitglied im Bundesvorstand möchte mich dafür einsetzten, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland unverzüglich umgesetzt wird und das Bundesteilhabegesetz mit Leben gefüllt wird. Im Ausschuss Arbeit möchte ich auf die Werkstätten hinwirken, dass sie mehr Dienstleistung wie Gartenpflege, Gastronomie und eigene Produkte herstellen und mehr von der langweiligen Montageverpackung weg kommen.

Peter Stabenow, Selbstvertreter und Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe seit September 2016 

(Aus dem Jahresbericht 2016 , Seite 2)


 
Jahresbericht 2016 - Titelfoto: Jan Paulszoom

Hier können Sie den Jahresbericht 2016 (pdf - 2.3 MB) der Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Leichter Sprache herunterladen.

 
 
 

Wirkungsbericht 2016 der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

Der Wirkungsbericht 2016 bezieht sich auf das Jahr 2016, wobei seit 2015 die Geschäftsjahre der Bundesvereinigung Lebenshilfe jeweils am 1. Oktober eines Jahres beginnen und zum 30. September im darauffolgenden Kalenderjahr enden. Dem vorliegenden Bericht liegt die VERSION 03. Sep 2014 des SRS (Social Reporting Standard) zugrunde. Es ist der erste Bericht der Bundesvereinigung Lebenshilfe, der nach SRS fertiggestellt wurde, im Jahr 2015 wurde er in Teilen genutzt.

 
 

Selbstauskunft über die Einnahmen von Wirtschaftsunternehmen aus dem Gesundheitswesen

 
 
Jahresbericht 2015 - Titelfoto: Hans D. Beyerzoom
Logo Leichte Sprache von Inclusion Europe

Hier kommen Sie auf unsere Seiten in Leichter Sprache.

 
 
 

Frühere Jahresberichte

Sie möchten Jahresberichte aus zurückliegenden Jahren? Bitte fordern Sie diese per E-Mail bei bei bundesvereinigung@lebenshilfe.de

 
 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen