Behinderung – Ethik

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Die Ethik beschäftigt sich damit, wie Menschen in bestimmten Situationen moralisch richtig handeln sollen. Diese Fragen betreffen alle Menschen. Für Menschen mit Behinderungen sind bestimmte Fragestellungen der Bioethik wie die Gendiagnostik, welche die Untersuchung menschlicher genetischer Eigenschaften für medizinische Zwecke erfasst und der Bereich der Forschung an Menschen mit Behinderung besonders relevant. Auch die vorgeburtliche Diagnostik wirft wichtige ethische Fragen auf, hat aufgrund ihrer besonderen Bedeutung auf unserer Homepage aber eine eigene Seite.
In dieser Rubrik finden Sie Beiträge, die ethische Themen behandeln. Sie werden über thematische Entwicklungen und Gesetzesänderungen auf dem Laufenden gehalten, und finden Stellungnahmen der Lebenshilfe.

Artikelübersicht zum Thema Ethik

 
  • Bundestag lässt Arzneimitteltests an Demenzpatienten zu

    Künftig sind Arzneimitteltests an Nichteinwilligungsfähigen, z. B. an Demenzkranken zulässig, auch wenn diese von den Studien keinen eigenen Nutzen haben. Voraussetzung ist, dass die Patienten in gesunden Tagen eingewilligt haben, beforscht zu werden und dass sie ärztlich dazu beraten worden sind. Das hat der Bundestag am 11.11.2016 beschlossen.

    [16.11.2016, 10:52]
     
     
  • Lebenshilfe befürchtet Dammbruch: Fremdnützige Forschung an Menschen mit Demenz darf es nicht geben!

    „Die vom Gesundheitsministerium geplante Forschung an Menschen mit Demenz, die davon keinen Nutzen haben und nicht mehr einwilligen können, stellt einen Verstoß gegen die Menschenwürde dar“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. „Das geltende Verbot solcher Forschung darf nicht aufgeweicht werden, alles andere käme einem Dammbruch gleich!

    [22.09.2016, 09:19]
     
     
  • Medikamententests dürfen nur mit Einwilligung der Patienten möglich sein!

    Bundesvereinigung Lebenshilfe bekräftigt Schutz von Menschen mit geistiger Behinderung

    Der Bundestag berät in den nächsten Wochen über ein neues Arzneimittelgesetz. Unter den vorgeschlagenen Änderungen sind auch die Bestimmungen für Medikamententests. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe begrüßt, dass auch zukünftig eine bestimmte Arzneimittelforschung verboten sein soll: Es geht um Menschen, die zum Beispiel wegen einer geistigen Behinderung den Test und seine Risiken nicht verstehen und daher nicht selbst einwilligen können. Sie dürfen nur dann an solchen Tests teilnehmen, wenn sie selbst einen Nutzen davon haben. Verboten bleiben sollen dagegen Tests, von denen nur andere profitieren. „Menschen mit geistiger Behinderung dürfen nicht zu Versuchskaninchen werden. Das Gesetz darf hier nicht aufgeweicht werden“, fordert Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe.

    [20.05.2016, 12:19]
     
     
  • Behinderung und Religion

    Behinderung und Religion

    Engel oder Strafe - oder einfach mittendrin?

    Welches Bild von Behinderung hat der Islam? Darüber diskutierten in Berlin Religionsvertreter, Eltern und Mitarbeiter der Behindertenhilfe. Die Veranstaltung war Start einer Gesprächsreihe über Religion und Behinderung. Organisiert werden die Gespräche von drei Berliner Vereinen.

    [30.04.2015, 13:15]
     
     
  • Neue gesetzliche Regelung für Organspenden

    Es bleibt dabei: Wer keine Erklärung zur Organspende abgibt, wird nicht Organspender

    Immer mehr kranke Menschen sind auf Organspenden angewiesen. Die Zahl der Spender von Organen sinkt aber ständig. Daher hat der Gesetzgeber das Transplantationsgesetz, das die Organspende regelt, überarbeitet. Das neue Transplantationsgesetz ist am 1. November 2012 in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, die Bereitschaft zur Organspende zu fördern.

    [02.05.2013, 10:11]
     
     
  • Stellungnahme über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitteln

    Die Europäische Kommission hat am 17. Juli dieses Jahres einen Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitteln und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/20/EG vorgelegt. Ziel der Verordnung soll es sein, die klinische Prüfung von Humanarzneimitteln weniger zeitaufwendig und kostengünstiger zu gestalten.

    [17.09.2012, 11:24]
     
     
 
 
 

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