Umstellung der Leistungen der Pflegeversicherung zum 1. Januar 2017: Bescheide genau prüfen und Widerspruchsfrist beachten!

Wer Leistungen der Pflegeversicherung erhält, bekommt in diesen Tagen Post von seiner Pflegekasse. Zur Umstellung auf das neue System der fünf Pflegegrade verschicken die meisten Pflegekassen im Laufe des Dezember die Bescheide, aus denen sich die konkrete Überleitung und die individuellen Ansprüche ab 1. Januar 2017 ergeben. Diese Bescheide sollten umgehend genau geprüft werden, denn von ihnen hängt der lebenslange Besitzstandsschutz ab.

Sofern der Bescheid fehlerhaft ist oder zumindest Zweifel an der Richtigkeit bestehen, sollte gegen den Bescheid fristwahrend Widerspruch eingelegt werden. Dazu ist die dem Bescheid beigefügte Rechtsbehelfsbelehrung zu beachten. Die Frist zur Einlegung des Widerspruchs beträgt einen Monat nach Bekanntgabe des Verwaltungsaktes – ungeachtet der anstehenden Feiertage und des Jahreswechsels. Wenn diese Frist versäumt wird, wird der Bescheid bestandskräftig, auch wenn er inhaltlich falsch ist. Ein sicherheitshalber fristwahrend eingelegter Widerspruch kann nach späterer eingehender Beratung, wenn sich der Bescheid doch als korrekt herausstellen sollte, ohne Kosten wieder zurückgenommen werden.

Weitere Informationen zur Umstellung der Leistungen der Pflegeversicherung erhalten Sie über Ihre Pflegekasse, auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums oder über unsere Praxishilfe, die Sie hier finden.

Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.
 

Autor

Dr. Edna Rasch
 

Veröffentlichung

22.12.2016, 13:13 Uhr
 
 
 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de