Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen und herausforderndem Verhalten

Menschen, deren Behinderung und deren bisherige Lebenserfahrungen dazu führen, dass sie in scheinbar normalen Lebensbezügen und –situationen Ängste aufbauen und in Krisen geraten, entwickeln teilweise Verhaltensweisen, die für ihre Mitmenschen, ihre Angehörigen und Betreuungspersonen eine erhebliche Herausforderung bedeuten. Dieses äußert sich im Extremfall in massiven tätlichen Aggressionen gegenüber anderen oder sich selbst. Keiner dieser Menschen aber ist nur und in jeder Situation aggressiv, noch darf dieses Verhalten den Menschen einseitig, wie ein „Defekt“ zugeschrieben werden. Zum großen Teil liegen Verständigungsprobleme auf allen Seiten vor, die uns daran hindern, den oft schwer zu ergründenden individuellen Lebensbedürfnissen der Menschen gerecht zu werden und Bedingungen zu schaffen, unter denen sie nicht auf aggressive Ausdruckformen zurückgreifen müssen. Die Herausforderung ist also nicht einseitig. Es gibt vielmehr eine gemeinsame, große Verunsicherung.


So der einleitende Text eines umfassenden Positionspapiers mit dem Titel „Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen und herausforderndem Verhalten“, das eine Arbeitsgruppe der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz erarbeitete und das zwischenzeitlich vom Landesvorstand der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz verabschiedet wurde.

Organisation

Landesverband Rheinland-Pfalz der Lebenshilfe
 

Autor

Arbeitsgruppe Menschen mit schweren Behinderungen und herausforderndem Verhalten
 

Veröffentlichung

07.09.2007, 13:23 Uhr
 
 
 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de