Projektstart für ein inklusives Gemeinwesen!

Der Index für Inklusion als Praxishilfe für wohnbezogene Dienste

Wie können wohnbezogene Dienste an einem inklusiven Gemeinwesen arbeiten? Wie können sich Einrichtungen öffnen? Wie kann der Sozialraum für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert werden? Diese Fragen stellt sich ein neues Projekt der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Ziel ist es, innerhalb des dreijährigen Projektzeitraums eine Art „Prüfkatalog“ zu erarbeiten, mit dem sich wohnbezogene Dienste weiter auf den Weg machen können in Richtung Inklusion.

Prof. Dr. Theo Klauß, neben Prof. Dr. Karin Terfloth Leiter der wissenschaftlichen Begleitung in der Pädagogische Hochschule Heidelberg, sagt dazu: „Keiner beginnt bei Null in der Konzeptionsentwicklung. Keiner ist bei 100 Prozent. Die Wissenschaft und die Fachlichkeit können unterstützen, wenn es darum geht, Instrumente für eine inklusive Entwicklung von Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe zu erarbeiten!“

Die Lebenshilfe hat die Idee der Inklusion in ihrem Grundsatzprogramm verankert. In diesem Projekt wird es nun konkret darum gehen, den Beitrag von Wohndiensten und -einrichtungen aufzuzeigen, damit Menschen mit Lernschwierigkeiten mehr Wahlmöglichkeiten haben und ein ganz normales Leben mitten in der Gemeinde führen können.
Das Projekt wird in drei Modellstandorten umgesetzt: Heidelberg, Oberhausen und Parchim. Eine Projektgruppe von Selbstvertreterinnen und Selbstvertreten und ein Fachbeirat begleiten die Projektentwicklung.

Im Laufe der drei Jahre werden wir über den Projektfortgang berichten, sowohl in der Lebenshilfe-Zeitung als auch im Internet. Zusätzlich wird es Fachtagungen geben zum Austausch und Ausbildungen für Fachleute, die mit dem zu entwickelnden Instrument arbeiten wollen.

Eine Skizze zum Projekt in Leichter Sprache finden Sie hier.

Vertragsunterzeichnung Index für Inklusion

Der Geschäftsführer der Lewitz-Werkstätten gGmbH in Parchim, Herr Marko Schirrmeister, unterzeichnet als Projektbeteiligter die Kooperationsvereinbarung mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (noch links nach rechts: Prof. Dr. K. Terfloth, Prof. Dr. T. Klauß, M. Schirrmeister, U. Niehoff).

 

Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe
 

Autor

Ulrich Niehoff
 

Veröffentlichung

08.08.2013, 11:05 Uhr
 
 
 
 
 

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