Grenzen setzen! Was kann ich bei sexueller Belästigung (am Arbeitsplatz) machen?

Aus dem Vorstellungstext der Antidiskriminierungsstelle:
"81 Prozent der Arbeitnehmer wissen nicht, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, sie aktiv vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen. Und mehr als 70 Prozent kennen zu dem Thema auch keine präsente Ansprechperson in ihrem Betrieb. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) vorgestellt hat.
Die unabhängige Expert_innenkommission, die die Antidiskriminierungsstelle im Themenjahr gegen Geschlechterdiskriminierung eingesetzt hat, hat Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie sexualisierte Belästigungen in Erwerbsarbeit und Ausbildung verhindert werden können.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet ausdrücklich sexuelle Belästigung. Laut AGG handelt es sich dabei um sexuell bestimmtes Verhalten, das die Würde der betroffenen Person verletzt.
Konkret verboten sind:
• „unerwünschte sexuelle Handlungen“ wie bedrängende körperliche Nähe, die ein Kollege oder Kunde sucht,
• „die Aufforderung zu unerwünschten sexuellen Handlungen“ wie „Setz dich auf meinen Schoß!“,
• sexuell bestimmte körperliche Berührungen“, dazu zählen (scheinbar zufällige) Berührungen von Brust oder Po oder unerwünschte Nackenmassagen,
• „Bemerkungen sexuellen Inhalts“ wie zum Beispiel obszöne Witze oder sexuelle Anspielungen,
• „unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen“, wie pornographische Magazine auf dem Schreibtisch oder Nacktfotos an den Wänden."

Informationen in Leichter Sprache finden Sie hier.

Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.
 

Autor

Ulrich Niehoff
 

Veröffentlichung

05.04.2017, 10:32 Uhr
 
 
 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de

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