Vermögensschonbetrag in der Sozialhilfe steigt zum 1. April 2017 auf 5.000 Euro

Der Bundestag hatte im Zusammenhang mit dem Bundesteilhabegesetz einen Entschließungsantrag (Bundestagsdrucksache 18/10528, Punkt III) verabschiedet, der eine Erhöhung des Vermögensschonbetrages in der Sozialhilfe von bisher 2.600 Euro auf 5.000 Euro vorsieht.

Hierfür bedarf es einer entsprechenden Anpassung der Rechtsverordnung zu § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII. Deshalb stand der Zeitpunkt der Erhöhung zunächst nicht fest.

Einer aktuellen Grafik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist nun zu entnehmen, dass die Erhöhung des Vermögensschonbetrages zum 1. April 2017 geplant ist.

Die vorstehende Grafik können Sie in hoher Auflösung auf der Homepage des BMAS herunterladen.

Die Anhebung des Vermögensschonbetrages für Leistungen nach dem SGB XII ist für all jene Menschen mit Behinderung von Bedeutung, die neben Leistungen der Eingliederungshilfe auch auf Leistungen der Grundsicherung oder der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII angewiesen sind.

Zwar profitieren sie aufgrund des gleichzeitigen Bezugs von existenzsichernden Leistungen i. d. R. leider nicht von den für die Eingliederungshilfe vorgesehenen Verbesserungen bei der Heranziehung von Einkommen und Vermögen.

Ihre finanziellen Gestaltungsspielräume werden nun jedoch durch die zum 1. April 2017 vorgesehene Erhöhung des Vermögensschonbetrages in der Sozialhilfe vergrößert.

Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.
 

Autor

Jenny Axmann
 

Veröffentlichung

12.01.2017, 09:30 Uhr
 
 
 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de

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