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Bildunterschrift des ersten Bildes
 
 
 
 
 

Tom Mutters. Pionier – Helfer – Visionär

Matinée zum 100. Geburtstag des Lebenshilfe-Gründers

Zu Ehren von Tom Mutters veranstaltete die Lebenshilfe am Sonntag, 22. Januar 2017, eine festliche Matinée im Cineplex Kino Marburg. Der Lebenshilfe-Gründer, der im Februar 2016 verstarb, wäre am 23. Januar 100 Jahre alt geworden. Hier sind die ersten Bilder von der Matinée!
Toms Frau Ursula Mutters erhielt direkt im Anschluss an die Veranstaltung die Goldene Ehrennadel der Lebenshilfe.

Sie können alle Bilder gern honorarfrei für Ihre Berichterstattung nutzen, bitte mit Foto-Nachweis. Vielen Dank!

Foto: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst

Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, eröffnete die Matinée. Rechts neben ihr: Frauke Schmidt, die die Veranstaltung in Gebärdensprache übersetzte.
Foto: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst
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Foto: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst

Die Gießener Journalisten Klaus Kächler (li.) und Markus Becker (re.) lasen aus ihrer Biografie des Lebenshilfe-Gründers. Dr. Bernhard Conrads, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe, führte durch die Veranstaltung.
Foto: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst
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Foto: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst

Im Bild mit Ulla Schmidt und den beiden Biografie-Autoren Klaus Kächler und Markus Becker: Zwei der vier Mutters-Söhne, Frank Mutters (li.) und Prof. Dr. Reinier Mutters.
Foto: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst
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Foto: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst

Freude bei allen über eine würdige, gelungene Matinée: Im Vordergrund Katharina Reichelt und Holger Queck, die mit Cello und Piano für die Musik sorgten. Links: Dr. Bernhard Conrads, in der Mitte Ulla Schmidt sowie die Autoren Klaus Kächler und Markus Becker mit Familie. Im Hintergrund: Frank Mutters, Prof. Dr. Reinier Mutters und seine Frau Heike Markewitz-Mutters, Peter Stabenow für den Bundesvorstand der Lebenshilfe und rechts die Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust.
Foto: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst
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Foto: BV Lebenshilfe / Jeanne Nicklas-Faust

Eine wichtige Auszeichnung: Anlässlich der Matinée erhielt Tom Mutters‘ Frau Ursula die Goldene Ehrennadel der Lebenshilfe - für ihre außerordentlichen Verdienste um die Anerkennung und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung. „Die Erfolgsgeschichte der Lebenshilfe war Teamwork“, so betonte Ulla Schmidt, die direkt im Anschluss an die Veranstaltung im Cineplex Kino Marburg nach Wehrshausen, dem Wohnort der 90-jährigen Ursula Mutters, fuhr und die Ehrennadel persönlich übergab. „Nur mit Ursula an Toms Seite konnte das entstehen, was die Lebenshilfe heute ist: nur mit ihrem fachlichen Wissen und ihrem Rat, mit ihrer Tatkraft und mit ihrem Mut.“ Als Pädagogin und Lehrerin hatte Ursula Mutters auch das Kerstin-Heim und die Daniel-Cederberg-Schule, erste moderne Einrichtungen für behinderte Kinder im Raum Marburg, entscheidend mitgeprägt.
Foto: BV Lebenshilfe / Jeanne Nicklas-Faust
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Hier weitere Impressionen von der Matinée!
Alle Fotos: BV Lebenshilfe / Rolf K. Wegst

 
 
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MITWIRKENDE der MATINÉE auf einem Blick

Eröffnung
Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe

Begrüßung durch die Gastgeberin
Marion Closmann

Grußwort
Peter Stabenow, Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe

Lesung
Markus Becker und Klaus Kächler, Autoren der Tom Mutters-Biografie

Schlusswort
Prof. Dr. Reinier Mutters

Moderation
Dr. Bernhard Conrads, ehem. Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe

Musik
Katharina Reichelt (Cello) und Holger Queck (Piano)


Unsere Pressemitteilung vom 18. Januar 2017 mit vielen Infos über Tom Mutters und die Biografie:

Tom Mutters und sein Kampf für Menschen mit Behinderung

Zum 100. Geburtstag wird der Gründer der Lebenshilfe posthum mit Biografie geehrt


„Man muss das Leben leben. Man darf es nicht an sich vorbei gleiten lassen“, so das Motto von Tom Mutters, der am 23. Januar 100 Jahre alt geworden wäre. Im Februar 2016 verstarb er im Alter von 99 Jahren. Seine lange Lebensspanne hat er in der Tat genutzt. Im November 1958 gründete er im hessischen Marburg gemeinsam mit betroffenen Eltern die Lebenshilfe, die heute die größte deutsche Selbsthilfeorganisation von Menschen mit geistiger Behinderung und ihrer Angehörigen und Freunde ist. Jahrzehntelang kämpfte Mutters als Bundesgeschäftsführer des Verbands für die Gleichberechtigung behinderter Menschen, setzte sich für die Förderung behinderter Kinder ein, erfand menschenwürdige Betreuungskonzepte und warb unnachgiebig für ein respektvolles öffentliches Bild von Menschen mit Behinderung.

Der Impuls für das Engagement des Niederländers stammte noch aus der unmittelbaren Nachkriegszeit: Als UNO-Beauftragter für „displaced persons“ war er direkt mit den elenden Verhältnissen, in denen Menschen mit Behinderung damals in Deutschland lebten, konfrontiert – und ebenso mit einer Menschenverachtung ihnen gegenüber, die auch nach dem Ende der Nazi-Zeit und der systematischen „Euthanasie“-Morde noch greifbar war.
„Tom Mutters hatte als junger Mensch erlebt, wie so genannte Fachleute behinderte Kinder ‚Idioten‘ oder ‚Schwachsinnige‘ nannten. Fortan war das sein Motor: die Menschenrechte auch für Menschen mit Behinderung durchzusetzen“, so Ulla Schmidt, Bundestags-Vizepräsidentin und heutige Bundesvorsitzende der Lebenshilfe. „Er war ein Held – und zwar einer von der sympathischen und effektiven Sorte: ohne Pomp und Gloria, aber mit Zähigkeit, Humor und Leidenschaft für die Sache und für die Menschen. Inklusion heute wäre ohne ihn nie möglich geworden.“

All das kann man nun auch nachlesen: Die Gießener Journalisten Markus Becker und Klaus Kächler haben eine Biografie des Lebenshilfe-Gründers geschrieben, die im Oktober 2016 im Daedalus Verlag Münster und im Lebenshilfe-Verlag Marburg erschienen ist. Über zwei Jahre haben die beiden Autoren recherchiert, zahlreiche Interviews mit Tom Mutters, mit seiner Frau Ursula und mit vielen Weggefährten geführt. Daraus ist ein „Thriller“ der besonderen Art geworden: ein fesselndes Buch, das nicht nur Mutters‘ Lebensstationen und seine Arbeit nachzeichnet, sondern ebenso als eine politische Geschichte fortschreitender Inklusion gelesen werden kann – und als Aufforderung, an das Lebenswerk von Tom Mutters anzuknüpfen und weiter dafür zu streiten, dass Menschen mit Behinderung mitten in der Gesellschaft leben können.

Hier gibt es Informationen zum Buch

Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
 

Veröffentlichung

04.01.2017, 14:30 Uhr
 
 
 

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