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Lebenshilfe: Frauenbeauftragte in Werkstätten brauchen gute Schulung

Neue Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung steht im Mittelpunkt der Werkstatträte-Konferenz vom 8.-9. März in Marburg - Bundesbehindertenbeauftragte Verena Bentele spricht Grußwort

Werkstatträte-Konferenz 2017 in Marburg. Foto: Melanie Kannel

Das Foto zeigt von links: Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust (Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe), Bundesbehindertenbeauftragte Verena Bentele, Martin Kisseberth (Werkstatträte Deutschland), Ramona Günther (Selbstvertreterin im Bundesvorstand der Lebenshilfe), Beatrice Gomez (Weibernetz), Yvonne Hasse (Weibernetz), Hans-Peter Schell (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Eva Nicklas (Frauenbeauftragte der Lahnwerkstätten in Marburg), Heike Leinweber (Unterstützerin von Eva Nicklas). Foto: Melanie Kannel

Berlin/Marburg. Zum Internationalen Tag der Frau am 8. März begrüßt die Lebenshilfe, dass es jetzt verpflichtend Frauenbeauftragte in Werkstätten für behinderte Menschen geben muss. Das Amt der Frauenbeauftragten mit Behinderung gehört zu den Neuerungen der Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung, kurz WMVO, die seit Beginn des Jahres mit Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes gelten. Was sich alles geändert hat – darüber werden vom 8. bis 9. März rund 140 Menschen mit und ohne Behinderung aus ganz Deutschland auf der Werkstatträte-Konferenz in Marburg sprechen. Veranstalterin ist die Bundesvereinigung Lebenshilfe in Zusammenarbeit mit dem Verein Werkstatträte Deutschland. Zur Tagung wird auch Schirmherrin Verena Bentele erwartet, sie ist die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.

Die WMVO gibt es seit 15 Jahren. Die neue Fassung stärkt die Rechte des Werkstattrats, der von den behinderten Beschäftigten einer Werkstatt gewählt wird und ähnliche Aufgaben hat wie ein Betriebsrat. Bisher jedoch hat der Werkstattrat nur mitwirken dürfen, nun muss die Werkstattleitung vor einigen Entscheidungen die Zustimmung des Werkstattrats einholen, zum Beispiel bei Neu- und Umbauten oder beim Kantinenessen.

Die Frauenbeauftragten sollen die Interessen der behinderten Frauen in der Werkstatt vertreten und dazu beitragen, sie besser vor Belästigungen, Gewalt und Mobbing zu schützen. So können Frauenbeauftragte etwa Selbstverteidigungskurse organisieren, regelmäßige Gesprächskreise für Frauen anbieten oder Expertinnen einladen, beispielsweise von Pro Familia. „Ich finde es wichtig, dass die Frauen die Möglichkeit haben, zu jemandem zu gehen, der mit ihnen auf Augenhöhe ist und zu dem sie Vertrauen haben“, erklärt Eva Nicklas, Frauenbeauftragte der Lebenshilfe-Lahnwerkstätten in Marburg. „Die Arbeit der Frauenbeauftragten ist notwendig, weil es auch in Werkstätten besondere Fragen für weibliche Beschäftigte gibt“, ergänzt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages: „Die Werkstätten müssen darauf achten, dass die Frauenbeauftragten und ihre Unterstützerinnen gut geschult und so auf ihre Aufgabe vorbereitet werden.“

Damit alle Menschen mit Behinderung von der neuen WMVO erfahren, hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe ein Plakat in Leichter Sprache entworfen. Es kann im Internet auf www.lebenshilfe.de (Rubrik: Leichte Sprache) heruntergeladen werden. Im Verlag der Lebenshilfe soll zudem Ende März eine vollständige Übersetzung der Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung in Leichter Sprache erscheinen.

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Hier weitere Informationen zum Programm der Werkstatträte-Konferenz.


Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe
 

Autor

Pressestelle
 

Veröffentlichung

07.03.2017, 13:33 Uhr
 
 
 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de

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