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Führungen für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung


Projekt-Gruppe

In der Nazi-Zeit wurden viele Menschen getötet:
300-Tausend kranke und behinderte Menschen.
Daran erinnert auch eine Gedenkstätte.
Sie ist in Brandenburg an der Havel.
Die Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg an der Havel
und die Gedenkstätte haben zusammen ein Projekt gemacht:

Führungen für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung

In dem Projekt haben Mitarbeiter der Gedenkstätte
und 10 Werkstatt-Beschäftigte zusammen gearbeitet.
Das Projekt hat im April angefangen.
Und es ging bis Dezember 2016.

 

Alf Düsterhöft erklärt die Ausstellung

Die Euthanasie-Gedenkstätte Brandenburg an der Havel
wurde im Jahr 2012 gegründet.
An diesem Ort hat damals die Aktion T4 angefangen.
Das war im Jahr 1940.

Hinter T4 steckt eine Adresse in Berlin:
Tiergarten-Straße 4.
Das ist der Ort,
wo die Morde geplant wurden.
Dort war das T4-Büro.
In dem Büro haben 40 Ärzte gearbeitet.
Diese Ärzte haben sich die Melde-Bögen ausgedacht.
Für kranke Menschen und für Menschen mit Behinderung.
Mit der T4 Aktion sind die Morde an den Menschen gemeint.
In der Mordanstalt Brandenburg
wurden kranke und behinderte Menschen vergast.
Das bedeutet: Mit Gas vergiftet.
Hier hat man das ausprobiert.

 

Kerstin Latzke im Außen-Gelände der Gedenk-Stätte

Das Thema ist sehr schwer.
Aber es ist auch wichtig.
Jeder hat das Recht zu sagen:
Stop! Das wird mir zu viel.
Und jeder Mensch hat das Recht auf Information und Bildung.
Jeder muss selbst entscheiden,
wie viel er hören will.
Das war allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern klar.
Alle konnten das Projekt beenden.
Oder eine Pause einlegen.

10 Menschen mit Beeinträchtigung wollten mitmachen.
Jede Woche haben sie sich getroffen.
Sie haben viel erarbeitet.
Sie haben sich alte Dokumente angesehen.
Das waren zum Beispiel viele Briefe und auch Fotos.
Sie haben alles genau besprochen.
In den Briefen wurde viel gelogen.
Zum Beispiel in den Trost-Briefen an die Angehörigen.

 

Christian Marx und Alf Düsterhöft erklären

Die Arbeits-Gruppe hat sich 30-mal getroffen.

Das Ziel war.
Menschen mit Beeinträchtigung führen andere Menschen mit Beeinträchtigung durch die Gedenkstätte.

Im November 2016 gab es 2 Workshops.
Es war für alle ein besonderer Moment:

Jetzt konnten sie viele Gäste durch die Gedenkstätte führen.
Dafür haben sich immer 2 Personen zusammengetan:
Ein Mensch mit und einer ohne Beeinträchtigung.
Das nennt man ein Tandem-Team.

Die Gäste haben die Arbeit sehr gelobt.
Sie haben viel gelernt und erfahren.

 

Claudia Haensel mit den Besuchern durch das Außen-Gelände

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer
möchten gern weiterarbeiten.
Sie möchten Gruppen aus ganz Deutschland
durch die Gedenkstätte führen.
Sie hoffen,
dass es auch im Jahr 2017 ein Inklusions-Projekt geben wird.

 

Den Text hat Ina Beyer geschrieben, Februar 2017.


 

Texte in Leichter Sprache haben Bilder. Damit versteht man den Inhalt besser. Die meisten Bilder auf diesen Seiten sind aus dem Buch Leichte Sprache – Die Bilder. Das Buch ist von der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V. Der Zeichner ist Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.

 
 
 
 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de

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