Magazin Nummer 1 2014 - Sie sind auf Seite 5

 
Lebenshilfe Magazin Nr. 1 2014, Die Morde in der Nazi-Zeit

So bemerken sie die Morde nicht.
Die Morde sollten geheim
bleiben. Denn sie waren nach
dem Gesetz
verboten. In nur einem Jahr
wurden
70-Tausend kranke
und behinderte
Menschen
getötet.
2 Männer haben die Kranken-
Morde
geplant
und geleitet. Der eine war Hitlers
Arzt. Er hieß Karl Brandt. Der andere
war Philipp
Bouhler.
Er war ein wichtiger
Mann in der Nazi-Partei. Beide
Männer
waren sehr mächtig. Sie hatten viel zu
bestimmen.
Sie haben sich weitere
Ärzte
für die Morde gesucht: 40 Ärzte haben
für
das T4-Büro gearbeitet.
Diese Ärzte haben die behinderten oder
kranken Menschen nie gesehen. Sie haben
nur die Melde-Bögen gelesen. Darauf
standen
Infos über jeden Einzelnen.
Sie haben darüber entschieden: Dieser
Mensch soll sterben. Der andere kann
weiterleben.
2 Fragen waren dabei wichtig:
• Wird der Mensch wieder gesund?
• Kann er wieder arbeiten?
Das T4-Büro hat 6 Tötungs-Anstalten
eingerichtet.
Eine davon war in Österreich.
Die anderen 5 in Deutschland.
Die Tötungs-Anstalten
wurden
Pflege-Anstalten
genannt.
Aber das stimmte
nicht. Es wurden dort nie kranke
und
behinderte
Menschen gepflegt.
Sondern
sie wurden ermordet. Zuerst wurde
mit
Gift-Spritzen
getötet. Später dann mit
Gas, weil das schneller ging.
Die Familien der ermordeten Menschen
bekamen einen Brief. Alle Briefe
waren
gelogen.
Oft wurde gesagt: Der
Angehörige
ist an einem Herz-Infarkt
gestorben.
Oder an einer
Lungen-Entzündung.
Und oft stimmte
der Ort
gar nicht. So hat man versucht,
die Morde geheim zu halten.

Hier kommen Sie zu den anderen Seiten:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de

 
https://www.lebenshilfe.de/de/leichte-sprache/magazin/inhalt/2014_magazin/1_2014/popupseiten/Seite-5.php