Tom-Mutters-Straße in Marburg erinnert an den Lebenshilfe-Gründer

„Wir sind stolz, dass unsere Straße jetzt den Namen von Tom Mutters trägt“, freut sich Eva Nicklas, Frauenbeauftragte der Lahnwerkstätten in Marburg (2.v.l.). Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (3.v.l.) und Prof. Reinier Mutters (r.) hatten zuvor das Straßenschild enthüllt. Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk (2.v.r.), Herbert Burger, Ehrenmitglied der Bundesvereinigung Lebenshilfe (3.v.r.) und Lebenshilfe-Bundesgeschäftsführerin Prof. Jeanne Nicklas-Faust würdigten im anschließenden Festakt das Lebenswerk des 2016 verstorbenen Gründers der Lebenshilfe. Foto: Thorsten Richter (Oberhessische Presse)

In der hessischen Universitätsstadt Marburg gibt es jetzt eine Tom-Mutters-Straße. Mit der Straßenbenennung würdigt die Stadt Dr. h. c. Tom Mutters, der die Bundesvereinigung Lebenshilfe am 23. November 1958 in Marburg gründete. Auf einem Festakt unterstrich Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies: „Mit der Lebenshilfe hat Tom Mutters das Leben von Menschen mit geistiger Behinderung weit über Marburg hinaus erheblich verbessert. Sein Verständnis von Inklusion wird uns Auftrag und Mahnung zugleich bleiben.“

Schild Tom-Mutters-Straße. Foto: Thorsten Richter (Oberhessische Presse)zoom

Mit der Straßenbenennung wird das Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf mit seinen Lahnwerkstätten zukünftig an der Tom-Mutters-Straße beheimatet sein. Zur Freude der zahlreichen Mitarbeiter, wie der Frauenbeauftragten der Werkstatt, Eva Nicklas: „Wir sind stolz, dass unsere Straße jetzt den Namen von Tom Mutters trägt. Denn hier bei der Lebenshilfe werden wir als Mitarbeiter ernst genommen, von den Kollegen und Kunden. Und wir leisten einen Beitrag für die Gesellschaft. Darauf wäre Tom Mutters bestimmt stolz.“ Das unterstrich auch Dr. Jeanne Nicklas-Faust, Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe: „Tom Mutters hat entscheidend dazu beigetragen, dass Menschen mit Behinderung mit neuem Selbstbewusstsein aufwachsen.“

Herbert Burger, Ehrenmitglied der Bundesvereinigung Lebenshilfe und langjähriger Weggefährte von Tom Mutters, erinnerte an seine erste Begegnung mit ihm im Jahr 1968: „Ich erlebte eine mitreißende Persönlichkeit voller Begeisterungsfähigkeit und Kämpfergeist für neue Ideen.“ Ein Sohn des Lebenshilfe-Gründers, Prof. Dr. Reinier Mutters, dankte im Namen der Familie und erinnerte: „Es war für meinen Vater ein weiter Weg, um die Lebensverhältnisse für behinderte Menschen so zu verbessern, wie wir sie heute antreffen. Und es bedurfte vieler engagierter Mitstreiter an seiner Seite, die bis heute die Lebenshilfe prägen.“

Nach der musikalischen Umrahmung durch den Singkreis der Lahnwerkstätten und von Holger Gesche auf der Geige, erinnerte Prof. Mutters daran, dass auch sein Vater dieses Instrument liebte und – als Sohn eines Geigenlehrers – gerne selbst spielte. Den Abschluss bildete eine Lesung aus dem Buch „Tom Mutters: Pionier – Helfer – Visionär“ von Markus Becker und Klaus Kächler.

Hier weitere Bilder von der Straßen-Einweihung

Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe
 

Autor

Jürgen Reuter
 

Quelle

Lebenshilfe-Zeitung 4/2017
 

Veröffentlichung

30.11.2017, 09:25 Uhr
 
 
 
Cover des Bucheszoom

Die bewegte Geschichte des Lebenshilfe-Gründers ist im Verlag der Bundesvereinigung Lebenshilfe erhältlich.

 
 
 
 

Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de

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