BTHG-Demo der Lebenshilfe am 7.11.2016 in Berlin. Foto: Lebenshilfe / Jan Pauls
BTHG-Demo der Lebenshilfe am 7.11.2016 in Berlin. Foto: Lebenshilfe / Jan Pauls
BTHG-Demo der Lebenshilfe am 7.11.2016 in Berlin. Foto: Lebenshilfe / Jan Pauls
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Aktionen vor Ort #TeilhabeStattAusgrenzung


Informationen für Gespräche mit Abgeordneten und Pressearbeit

Ratgeber für das Gespräch mit Ihren Abgeordneten

Hier finden Sie als Download einen Ratgeber mit allen Informationen und Argumentationshilfen für erfolgreichen Dialog vor Ort.

Musterbriefe an Ihre Abgeordneten

In unserem Download-Bereich finden Sie  Musterbriefe für den Kontakt mit Ihren Abgeordneten. Die Briefe können – mit Ihrem Absender versehen – sowohl an Bundestags- als auch an Landtagsabgeordnete verschickt werden!

Module für Ihre Pressearbeit

Hier finden Sie als Download vorbereitete Pressemitteilungen, die Sie vor Ort nutzen können.

 

Öffentlichkeitswirksam die Lebenshilfe-Kampagne unterstützen

Bunt, humorvoll, auffordernd und informierend – das sind wichtige Zutaten für eine wirkungsvolle Aktion in der Öffentlichkeit. 

Bald werden wir auf dieser Seite die Vor-Ort-Aktionen der vielen Lebenshilfe-Vereine und -Einrichtungen vorstellen. Mailen Sie uns Bilder, Aufnahmen und Berichte von Ihren Aktionen und Veranstaltungen.

Wir präsentieren Ihnen hier 3 Ideen für Aktionen vor Ort, die mit geringem Aufwand medien-tauglich umgesetzt werden können. Ob nun vor lokalen Abgeordnetenbüros, Rathäusern, in Fußgängerzonen oder am Lebenshilfe-Stand auf dem Wochenmarkt – diese Aktionen erregen Aufsehen, sind für ein aussagekräftiges Pressebild geeignet und fordern Passanten zum Mitmachen auf.

Nutzen Sie alle Ihre Aktionen in der Öffentlichkeit, um Info-Flyer mit den Forderungen der Lebenshilfe zu verteilen und Unterschriften und E-Mails zu sammeln. Und falls Sie über iPad und Tablets verfügen, können Sie gleich die Unterschriften in die Petition #TeilhabeStattAusgrenzung auf change.org eingegeben.

Und denken Sie immer an die Sozialen Medien! Es ist sehr wichtig, dass gute Fotos von den Aktionen nicht nur über die regionale Presse, sondern auch über Facebook, Twitter und andere Soziale Medien umgehend verbreitet werden.

 

Zwangspoolen Gruppe. Grafik Michael Schultz, www.typelover.de
Zwangspoolen Schere. Grafik Michael Schultz, www.typelover.de

Idee 1: Zwangspoolen – das Seil und die Schere

Wenn Menschen mit Behinderung viele Unterstützungsleistungen mit anderen teilen und daher absprechen müssen, ist eine spontane und individuelle Gestaltung des Alltags nicht mehr möglich.

Um dieses „Zwangspoolen“, diesen Gemeinschaftszwang von Menschen optisch darzustellen, gruppieren sich 10, 15 oder noch mehr Menschen sehr, sehr dicht gedrängt eng beieinander. Dann wird die Gruppe mit einem starken Seil zusammengebunden, so dass sie sich nur mühevoll bewegen kann. Es gibt keine Einzelpersonen mehr, alles ist jetzt pauschal und nur in der Gruppe machbar. In dieser Form bewegt sich die verschnürte Gruppe im Trippelschritt vor dem Büro des Abgeordneten oder durch die Fußgängerzone.

Das Seil kann nur vom/ von der örtlichen Landtags-/Bundestagsabgeordneten/in zerschnitten werden.

Die Abgeordneten erhalten eine symbolische Riesenschere, mit der sie das Seil durchtrennen und die Gruppe sich wieder „individualisieren“ kann.

 

BTHG-Twister. Grafik Michael Schultz, www.typelover.de

Idee 2: BTHG-Twister – 5 Felder von 9

Das Bundesteilhabegesetz regelt die Unterstützung für behinderte Menschen neu. Der Plan: Nur wer Hilfebedürftigkeit in mindestens 5 von 9 Lebensbereichen nachweisen kann, ist dabei. Viele Menschen mit Behinderung würden dann gar keine Hilfe mehr bekommen, obwohl sie z.B. ihre Geld- und Vertragsangelegenheiten nicht allein regeln können.

Sicherlich ist das Spiel Twister bekannt, bei dem man mit Händen und Füßen Farbfelder abdecken muss. Recht gewagte Verrenkungen sind notwendig, um bei diesem Spiel die vorgegebenen Felder abzudecken.

Die Aktion: Bundesteilhabegesetz-Twister!
Die Aufgabe: Decke 5 von 9 Feldern (Lebensbereichen) ab, und Du erhältst Leistungen.
Natürlich ist es unmöglich, fünf Felder abzudecken. Dafür sorgen auch die zu weit auseinanderliegenden Felder, so dass man schon Kopf, Beine, Arme und Gesäß benötigt, um die Felder zu abzudecken.

Falls Kinder am Spiel teilnehmen, lassen die Veranstalter sie gewinnen, und es gibt vielleicht kleine Preise.
Bei teilnehmenden Erwachsenen werden die Felder so weit auseinander platziert, dass es physisch nicht möglich ist, mehr als vier Felder abzudecken.

Die 9 Lebensbereiche-Felder sind:
1. Lernen und Wissensanwendung, 2. Allgemeine Aufgaben und Anforderungen, 3. Kommunikation, 4. Mobilität, 5. Selbstversorgung, 6. Häusliches Leben, 7. Interpersonelle Interaktionen und Beziehungen, 8. Bedeutende Lebensbereiche, 9. Gemeinschafts-, soziales und staatsbürgerliches Leben

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe stellt die genannten Lebensbereiche als 9 Bundesteilhabegesetz-Twister-Felder im Download-Bereich zur Verfügung.

Dieses Spiel ist besonders geeignet für öffentliche Orte wie Fußgängerzonen und Marktplätze. Sollte Ihre Lebenshilfe bereits einen Stand auf dem örtlichen Wochenmarkt haben, ist diese Aktion eine unterhaltsame Ergänzung zu Ihrem bestehenden Angebot und erhöht die Verweildauer an Ihrem Stand.


 

Kröten in der Kiste. Grafik Michael Schultz, www.typelover.de

Idee 3: Kröten in der Kiste

Die örtliche Lebenshilfen überreicht ihren Landtags- und Bundestagsabgeordneten ein Paket voller Kröten. Die Botschaft lautet: „Schlucken Sie mit uns die Kröten – denn der geplante Gesetzesentwurf ist voll davon“.

„Bundesteilhabegesetz-Kröten-Kisten“ sind schnell produziert. Spielzeugkröten sind fast in jedem Spielwarengeschäft erhältlich und auch per Google-Suche sind Anbieter von Gummikröten in wenigen Minuten gefunden. Eine Kiste oder ein großer Karton mit der Aufschrift „Vorsicht Bundesteilhabegesetz voller Kröten“ ist umgehend angefertigt und schon steht dem Auftritt vor den Büros der Abgeordneten nichts mehr im Wege.

Diese Aktion kann beliebig vergrößert werden. Zum Beispiel kann man seine vorhandenen Umzugskartons vom Dachboden kurzfristig in „Bundesteilhabegesetz-Kröten-Kisten“ umwandeln und damit eine Mauer direkt vor den Abgeordneten-Büros oder auf dem Marktplatz bauen.

 

© 2016 Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstraße 18, E-Mail: bundesvereinigung@lebenshilfe.de