Welche Schule für mein Kind?
Schulformen - Entscheidungshilfen - Perspektiven
Liebe Eltern!
Ihr Kind geht in den Kindergarten, vielleicht zusammen mit Kindern ohne Behinderung. Doch schon drängen sich Fragen auf: Was wird danach? Wie geht es mit der Schule weiter? Wird mein Kind gemeinsam mit den anderen Kindern beschult?
Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (kurz: UN-BRK) fordert im Artikel 24 zum gemeinsamen Unterricht und damit zur Teilhabe aller Kinder in den allgemeinen Schulen auf. Seit der Ratifizierung dieser Menschenrechtskonvention ist Bewegung in die Beratungen über die zukünftige Gestaltung unseres Schulsystems gekommen. Neue Schulgesetze stehen im Raum, vor Ort bilden sich Elterninitiativen, die Kultusministerkonferenz der Länder (kurz: KMK) befasst sich mit den aus der UN-BRK zu ziehenden Konsequenzen.
Unsere Erfahrungen zeigen: Wenn man den Weg zu einer inklusiven Beschulung einschlagen will, braucht man einen langen Atem, viele Informationen und vor allem auch Eltern, die sich mit demselben Thema beschäftigen und die, die genau wie Sie, für ihr Kind und die Familie eine gute, passende Lösung finden wollen.
In dieser Zeit noch unklarer Veränderungen bei gleichzeitig großen Hoffnungen auf Schulen, in denen alle Kinder willkommen sind, ist es für Eltern wichtig zu wissen: Woran kann ich mich orientieren? Wie finde ich einen Weg für die schulische Zukunft meines Kindes?
Unser Familienseminar will Ihnen Anregungen und Hilfestellungen bieten. Es wird maßgeblich gestaltet von Mitgliedern des Bundeselternrats in der Lebenshilfe. Dort sind wir Eltern aktiv, die die Situation kennen, in der Sie gerade stehen.
Wir freuen uns, Sie und Ihre Kinder in Marburg kennenzulernen!
Das Programm
Freitag, 17.9.2010
14.00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Rolf Flathmann, Bundesvorstand, Vorsitzender des Bundeselternrats
14.30 Uhr
Leben und Lernen in der Schule: Bereicherung durch Vielfalt Prof. Dr. Matthias von Saldern, Universität Lüneburg
15.15 Uhr
Die UN-Behindertenkonvention und ihre Auswirkungen auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – Doppelreferat
Simone Kreuter: Einführung in die UN-Behindertenrechtskonvention
Bärbel Kehl-Maurer: Inklusions-Beispiele
16.00 Uhr
Kaffeepause
16.30 Uhr
Einblicke und Ausblicke:
Die beiden Sophie-Scholl-Schulen in Gießen und in Bad Nauheim
Im Gespräch mit Eltern behinderter und nicht behinderter Kinder, mit Schulkindern, mit Lehrern, mit Entscheidungsträgern, mit ehrenamtlichen Unterstützern
Simone Kreuter, Moderation
18.15 Uhr
Abendessen in der Bundesgeschäftsstelle
Ab 19.30 Uhr
Offener Treff im Hotel „Burgruine Frauenberg“
Samstag, 18.9.2010
09.00 Uhr
Jedem Kind den passenden Rahmen bieten:
Wahlmöglichkeiten schaffen und ausbauen
Von der Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs zur gewünschten Schulform
Sonderpädagogischer Förderbedarf: Wie wird er ermittelt? Wie können Eltern auf die Schulempfehlung Einfluss nehmen? Wie wird er umgesetzt und erfüllt?
Rolf Flathmann
Schulformen im Überblick
• Sonderschulen/Förderschulen
• Schulen in Kooperation
• Integrative Schulen
• Allgemeine Schulen mit Einzelintegration
• Inklusive Schulen/Stadtteilschulen
Dr. Wolfgang Dworschak, Universität München
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Arbeitsgruppen:
• Welche Auswahlkriterien sind mir wichtig, um zu einer persönlichen
Schulentscheidung zu kommen?
• Was plane ich für die nächste Zeit?
• Wie gehe ich es an, wo und bei wem hole ich mir Unterstützung?
• Was nehme ich mir für morgen vor, um konkret voran zu kommen?
13.00 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Zeit für Fragen und Antworten
Wo bekomme ich konkrete Unterstützung?
Resümee und Ausblick
15.00 Uhr
Ende der Familientagung