Internationale Hilfen durch die Bundesvereinigung Lebenshilfe
Der größte Teil (geistig) behinderter Menschen lebt nicht in den (entwickelten) Industrieländern, sondern in Ländern der sogenannten Dritten Welt sowie in osteuropäischen Ländern.
Aber gerade dort gibt es nur für sehr wenige behinderte Menschen und ihre Familien die notwendige und richtige Hilfe, die sie dringend erhalten müssten. Nach Schätzungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) erhalten hier nur etwa 3 % der behinderten Menschen Hilfe und Unterstützung, während mehr als 80 % der Rehabilitationsleistungen in den Industrieländern erbracht werden.
Dies alles ist uns Motivation genug, um auch unseren Teil der Verpflichtung für Menschen mit Behinderungen weltweit, im Rahmen unserer Möglichkeiten, zu übernehmen.
Die Bundesvereinigung (begleitet durch das Referat Internationale Hilfen) unterstützt in verschiedenen Ländern fachlich und finanziell (vor allem durch Unterstützung von Drittmittelgebern) modellhafte und zeitlich begrenzte Projekte.
Diese zielen vor allem darauf ab, unsere dortigen Partnerorganisationen vor Ort dabei zu unterstützen, Strukturen der Selbsthilfe für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien unter den dortigen sozialen (politischen), kulturellen und ökonomischen Bedingungen aufzubauen.
Dieses bedeutet in verschiedenen Fällen, zunächst einmal auch Modelle der direkten Hilfe in Form kleiner Einrichtungen/ Förderstätten oder ähnlichem zu schaffen. Es werden aber auch Ansätze der gemeindenahen Rehabilitation (Community Based Rehabilitation CBR) vor Ort entwickelt, um im Rahmen eines solchen Ansatzes nachhaltige Hilfe für Menschen mit Behinderungen leisten zu können.
Derzeit konzentriert sich unsere Hilfe in einigen osteuropäischen Ländern sowie in Indien. Weniger umfangreiche Projekte werden in Kooperation mit örtlichen Lebenshilfen auch etwa in Bolivien und Uganda realisiert.
Die Erfahrungen aus diesen Projekten werden natürlich auch anderen Interessierten in der Lebenshilfe und darüber hinaus zur Verfügung gestellt.