Aus fachlicher Sicht
Teilhabe und Selbstbestimmung
Das Sozialgesetzbuch IX ist eine der wesentlichen Grundlagen für die Hilfen behinderter Menschen. Es zielt ab auf die „Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe“ behinderter Menschen. Dieses Gesetzbuch profiliert beispielhaft ein Menschenbild, das der Lebenshilfe sympathisch ist. Ein Mensch mit Behinderung ist nicht allein durch seine Beeinträchtigung gekennzeichnet. Eine Beeinträchtigung (möglicherweise eine kognitive Beeinträchtigung oder eine geistige Behinderung) stellt eine besondere Herausforderung dar im Leben des Betroffenen, seiner Familie und seines nahen Umfeldes. Wenn es aber gelingt, gute Unterstützung und schnelle Hilfen zu organisieren, dann kann ein selbstbestimmtes Leben mittendrin im Alltag auch für Menschen mit Behinderung Realität sein oder werden. Dafür setzt sich die Lebenshilfe ein!
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Zur Mitgliederversammlung gibt es eine neue Fassung des Grundsatzprogramm-Entwurfs – Verbesserungsvorschläge werden eingearbeitet
Das Grundsatz-Programm ist für die Lebenshilfe ganz wichtig. Darin steht, was das Besondere an der Lebenshilfe ist und welche Ziele sie hat. Das Grundsatz-Programm ist aber schon 20 Jahre alt. Deshalb wird es jetzt neu geschrieben.
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Klaus Lachwitz von der Bundesvereinigung Lebenshilfe will die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorantreiben
Mit dem 63-jährigen Klaus Lachwitz aus Rauischholzhausen bei Marburg steht erstmals ein Deutscher an der Spitze von Inclusion International. Die Organisation setzt sich seit 50 Jahren überall auf der Welt für die Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung ein. Sie hat ihren Sitz in London und vertritt mehr als 200 Mitgliedsverbände in 115 Ländern.
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15. Weltkongress von Inclusion International geht heute in Berlin zu Ende - 3000Teilnehmer aus mehr als 80 Nationen fordern rasche und globale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
„Behindertengerecht ist menschengerecht.“ Auf diese einfache Formel brachte Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe, das für viele in Deutschland noch unbekannte Wort „Inklusion“. Auf dem 15. Weltkongress von Inclusion International mit dem Titel „Inklusion – Rechte werden Wirklichkeit“, der heute in Berlin zu Ende geht, haben 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 74 Ländern diesen Begriff mit Leben erfüllt. Fast 1000 Menschen mit geistiger Behinderung – sogenannte Selbstvertreter – waren mit dabei.
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