Hubert Hüppe wurde heute zum neuen Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen ernannt. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Bundesvorsitzender Robert Antretter: „Hubert Hüppe ist die richtige Wahl.“
Das neue Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) betrifft sehr viele Menschen mit Behinderung, die außerhalb ihrer Familien leben, etwa in Wohnstätten, Außenwohngruppen oder Betreutem Wohnen. Der Lebenshilfe-Ratgeber hilft beim Umgang mit dem neuen Gesetz und beantwortet die 33 wichtigsten Fragen zum WBVG. Daneben hält er Checklisten für den individuellen Umgang mit dem WBVG sowie einen Musterwohnvertrag bereit.
Die Führungsgremien der Lebenshilfe blicken nach der Bundestagswahl optimistisch in die Zukunft. „Die große Koalition hat gute Arbeit geleistet. Wir verdanken ihr, dass das weltweit beachtete Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von Deutschland ratifiziert worden ist“, so Robert Antretter, Vorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe, der größten Eltern- und Selbsthilfevereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland. Wichtige Meilensteine seien auch ein verbessertes Schwangerschaftskonfliktgesetz, das Gewebegesetz und die Reform der Pflegeversicherung, die für viele Menschen mit geistiger Behinderung Fortschritte gebracht habe. Die Lebenshilfe erwartet, dass sich CDU/CSU und FDP in ihrer Koalitionsvereinbarung zum ethischen Wächteramt bekennen.
Im Hinblick auf die am 27. September 2009 stattfindenden Wahlen zum Deutschen Bundestag haben die fünf Fachverbände für Menschen mit Behinderungen ein Forderungspapier zur Neuausrichtung der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen im Licht der Behindertenrechtskonvention (BRK) der Vereinten Nationen veröffentlicht.
Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte wie alle anderen. Das legen die Vereinten Nationen in einer UN-Konvention fest. Auch Deutschland hat diesen Vertrag unterschrieben. Alle sollen verstehen, worum es in diesem Vertrag geht. Deshalb hat der Rat behinderter Menschen der Lebenshilfe eine Auswahl der Rechte in leichte Sprache übersetzt. Wir haben daraus Plakat gemacht. Dazu muss man einfach das neue Magazin der Lebenshilfe-Zeitung auseinanderfalten und aufhängen.
Am 27. September wird ein neuer Bundestag gewählt. Die Lebenshilfe möchte vorher von den Politikern wissen, was sie nach der Wahl für Menschen mit geistiger Behinderung und deren Familien tun wollen. Hier finden Sie die Wahlprüfsteine der Bundesvereinigung Lebenshilfe, mit denen Sie vor Ort Ihren Bundestagskandidaten auf den Zahn fühlen können.