Die Pressestelle der Bundesvereinigung Lebenshilfe steht Ihnen gerne für Auskünfte rund um das Thema "Menschen mit geistiger Behinderung" zur Verfügung. Kontakt: siehe rechte Spalte
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Einen guten Einblick in die Lebenswelten geistig behinderter Menschen und ihrer Angehörigen geben unsere Internet-Rubrik Leben mit Behinderung und die Broschüre Wir sind auch ganz normale Leute.
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Zivildienstleistende sollen ihren Dienst künftig freiwillig bis zu sechs Monate verlängern können – das sieht ein Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag jetzt vor. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe begrüßt diese Initiative der CSU-Abgeordneten Dorothee Bär. Die Vorsitzende der Fraktionsarbeitsgruppe Familie hatte – wie die Lebenshilfe und andere Wohlfahrtsverbände – vor den Plänen der Bundesregierung gewarnt. Nach dem Koalitionsvertrag soll ab 1. Januar 2011 der Wehrdienst, und damit auch der Zivildienst, von neun auf sechs Monate reduziert werden. Ein Vorhaben, das von Menschen mit Behinderung, ihren Familien, sozialen Diensten und Einrichtungen mit großer Sorge betrachtet wird.
„Alle brauchen alle!“ lautet das Motto des zweiten Bundestreffens der Freiwilligenbeauftragten in der Lebenshilfe, das in diesem Jahr am 22. und 23. Februar im Schloss Rauischholzhausen bei Marburg stattfindet. Rund 80 Teilnehmer und Referenten aus dem ganzen Bundesgebiet – auch Interessierte aus anderen Verbänden und Initiativen – sind zum Austausch über ihre Arbeit zusammengekommen.
Die Bundesagentur für Arbeit hat dem Bundesarbeitsministerium eine erste Liste zur Regelung von Härtefällen bei Langzeitarbeitslosigkeit vorgelegt. Es soll erreicht werden, dass Menschen, die auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV) angewiesen sind, ab sofort vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts profitieren können.
1939 unterzeichnete Hitler den „Euthanasie-Erlass“, eine extrem verharmlosende Bezeichnung für den Massenmord an behinderten und kranken Menschen. Er hatte die Unterschrift auf den 1. September datiert, um den Vernichtungskrieg nach innen und außen zeitgleich beginnen zu lassen. Zum 27. Januar, dem Gedenktag der Opfer des Nazi-Regimes, fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe, dass endlich auch zwangssterilisierte sowie ermordete kranke und behinderte Menschen von der Politik als Opfer wahrgenommen werden.
Hubert Hüppe wurde heute zum neuen Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen ernannt. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Bundesvorsitzender Robert Antretter: „Hubert Hüppe ist die richtige Wahl.“
Schon seit Jahren wird über die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen diskutiert. Die Große Koalition hatte ein entsprechendes Gesetz angekündigt, sich aber darauf beschränkt, gemeinsam mit den Bundesländern Eckpunkte für das Reformvorhaben zu erarbeiten. „Wir begrüßen“, so Robert Antretter, Vorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe, „dass die Arbeits- und Sozialminister der Bundesländer pünktlich zum heutigen Welttag für behinderte Menschen einen Beschluss veröffentlicht haben, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, einen Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe so rechtzeitig vorzulegen, dass er noch in der laufenden Legislaturperiode verabschiedet werden kann.“
Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sieht die Reduzierung des Wehrdienstes ab 1. Januar 2011 auf sechs Monate vor. Dies wird sich auch beim Zivildienst widerspiegeln. Dazu erklärte der Bundesvorstand der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung in seiner jüngsten Sitzung in Marburg: Die Lebenshilfe lehnt diese Pläne zur Verkürzung der Zivildienstzeit auf sechs Monate ab, faktisch sind das weniger als fünf Monate Netto-Arbeitszeit. Sie fordert die Politik auf, dem Zivildienst weiter den Weg zu ebnen, der erst vor kurzer Zeit eingeschlagen wurde: keine Reduzierung, sondern eine Stabilisierung des Zivildienstes und seine Weiterentwicklung als Lern- und Bildungszeit für junge Menschen – und mit diesem Konzept vom Bund finanziert.
Der 15. Weltkongress von Inclusion International in Berlin vom 16. bis 19. Juni 2010 – ausgerichtet durch die Bundesvereinigung Lebenshilfe und Inclusion Europe – nimmt Gestalt an. Unter dem Motto „Rechte werden Wirklichkeit“ sind weltweit behinderte Menschen, ihre Angehörigen und Fachleute der Behindertenarbeit eingeladen, um dazu beizutragen, die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen im Alltag Realität werden zu lassen. Die Veranstalter erwarten mehr als 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt. Gerade ist das „vorläufige Programm“ erschienen. Es gibt es einen Überblick über spannende Inhalte rund um Bildung und Arbeit, Wohnen und Freizeit geistig behinderter Menschen.
Der bundesweit tätige Verband Lebenshilfe warnt vor der Mitleidsmasche bei Haustür- und Telefongeschäften. Vorsicht ist gerade jetzt geboten, wenn in der Vorweihnachtszeit damit geworben wird, dass die Artikel von Menschen mit Behinderung hergestellt wurden oder der Verkaufserlös behinderten Menschen zugute kommt. Wer an Produkten aus Werkstätten für behinderte Menschen interessiert ist, sollte besser das Angebot von Behindertenwerkstätten in der Region nutzen, die oft eigene Läden betreiben und mit Ständen auf Weihnachtsmärkten vertreten sind.
Das Thema treibt sie alle um – Eltern, Fachleute, Lehrer. Wie soll die Schule der Zukunft aussehen? Wie wird man unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder gerecht? Schüler mit und ohne Behinderung, Mädchen und Jungen unterschiedlicher Herkunft, Religion – sie alle sollen gemeinsam – und wohnortnah – unterrichtet werden. Die Idee der inklusiven Bildung ist nicht zuletzt durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. Ein deutliches Signal setzt deshalb die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit ihrem Weiterbildungsinstitut Institut inForm. Sie lädt vom 12. bis 14. November zur Fachtagung „Eine Schule für alle“ ins Sheraton Offenbach Hotel.