Die Pressestelle der Bundesvereinigung Lebenshilfe steht Ihnen gerne für Auskünfte rund um das Thema "Menschen mit geistiger Behinderung" zur Verfügung. Kontakt: siehe rechte Spalte
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Einen guten Einblick in die Lebenswelten geistig behinderter Menschen und ihrer Angehörigen geben unsere Internet-Rubrik Leben mit Behinderung und die Broschüre Wir sind auch ganz normale Leute.
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Die vom Bundesministerium für Finanzen geleitete Gemeindefinanzkommission hat Sparvorschläge für den sozialen Bereich vorgelegt, die gegenwärtig in den Fachministerien des Bundes – insbesondere im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und im Bundesministerium für Gesundheit – beraten werden. Ziel der Initiative ist es, die sozialen Standards in der Behinderten- und Altenhilfe abzusenken, um vor allem im Bereich der Sozialhilfe Milliardenbeträge einzusparen. „Wer einen Blick in den Zwischenbericht der Arbeitsgruppe ‚Standards’ der Gemeindefinanzkommission wirft, den packt das kalte Grausen“, so Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung.
Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder hat sich heute mit Vorschlägen zur Zukunft des Zivildienstes zu Wort gemeldet. Vor dem Hintergrund des ungewissen Ausganges der Diskussion um die Wehrpflicht wendet sich Kristina Schröder mit ihrem Diskussionspapier an die Arbeitsgruppen in der Unionsfraktion.
Morgen startet ein in mehrfacher Sicht nicht alltäglicher Film in den deutschen Kinos: „ME TOO – wer will schon normal sein?“ erzählt berührend und humorvoll die Geschichte von Daniel (Pablo Pineda), der das Down-Syndrom hat und sich in seine nicht behinderte Kollegin Laura (Lola Dueñas) verliebt. Mit Schwung und Charme zeigt der spanische Film die Annäherungen zweier Menschen, die üblicherweise in völlig unterschiedlichen Welten leben. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung ist offizieller Partner von ME TOO.
Der Fall eines Berliner Frauenarztes war gestern Gegenstand eines Strafverfahrens beim Bundesgerichtshof (BGH). Der Gynäkologe hatte in den Jahren 2005 und 2006 bei drei Frauen Präimplantationsdiagnostik (PID) angewandt. Die PID ist eine Methode, künstlich befruchtete Eizellen auf genetische Defekte zu untersuchen – bevor diese in den Mutterleib eingesetzt werden. Der Arzt hatte sich selbst angezeigt, um zu klären, ob diese Methode zulässig ist.
Berlin. Mehrere humangenetische Institute in Deutschland haben sich unter dem Namen „Deutsches Netzwerk für mentale Retardierung“ (MR-NET) zusammengeschlossen, um an Kindern mit geistiger Behinderung zu forschen. Dabei geht es um heute noch unbekannte Ursachen erblich bedingter geistiger Behinderung. Die Forschung will herausfinden, welche Veränderungen des Erbmaterials zur Behinderung führen. Die Lebenshilfe kritisiert die Ziele von MR-NET. Die untersuchten Kinder mit geistiger Behinderung profitieren nicht von den Ergebnissen.
Der Deutsche Bundestag hat jetzt die umstrittene Kürzung des Wehrdienstes ab 1. Juli beschlossen. Damit dauert auch der Zivildienst nur noch sechs statt bisher neun Monate. Zivildienstleistende sollen ihren Dienst künftig jedoch freiwillig bis zu sechs Monate verlängern können. So hatte es die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag vorgeschlagen. Auch Vertreter der Bundesvereinigung Lebenshilfe hatten als Sachverständige in der Anhörung am 14. Juni im Verteidigungsausschuss für die freiwillige Verlängerung plädiert: Dadurch sei der Aufbau einer Beziehung zu Menschen mit geistiger Behinderung weiter in verantwortungsvoller Weise möglich.
Erstmals gibt es in der Bundesrepublik eine verbesserte Statistik über Spätabtreibungen. Die bisherige Erhebung von Schwangerschaftsabbrüchen wies die Tötung ungeborener Kinder im Mutterleib nicht aus. Die so genannten Fetozide werden bei Spätabtreibung eingesetzt.
Mit dem 63-jährigen Klaus Lachwitz aus Rauischholzhausen bei Marburg steht erstmals ein Deutscher an der Spitze von Inclusion International. Die Organisation setzt sich seit 50 Jahren überall auf der Welt für die Rechte von Menschen mit geistiger Behinderung ein. Sie hat ihren Sitz in London und vertritt mehr als 200 Mitgliedsverbände in 115 Ländern.
„Behindertengerecht ist menschengerecht.“ Auf diese einfache Formel brachte Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe, das für viele in Deutschland noch unbekannte Wort „Inklusion“. Auf dem 15. Weltkongress von Inclusion International mit dem Titel „Inklusion – Rechte werden Wirklichkeit“, der heute in Berlin zu Ende geht, haben 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 74 Ländern diesen Begriff mit Leben erfüllt. Fast 1000 Menschen mit geistiger Behinderung – sogenannte Selbstvertreter – waren mit dabei.