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Eine sehr hohe Zahl von Schülerinnen und Schülern der Förderschulen für geistige Entwicklung zeigt Verhaltensauffälligkeiten, Problemverhalten und psychische Störungen (ca. 50%). Das subjektive Leiden der Kinder, die Belastungen der Familien, Betreuungspersonen und Lehrer sowie die zusätzliche Beeinträchtigung der sozialen Teilhabe und der Inklusionschancen sind schwerwiegende Folgen. Es ist dringend an der Zeit, geeignete Mittel und Wege über die Fachgrenzen hinaus zu finden, um diese gravierende Probleme zu lösen. Die Differenzierung der Verhaltensauffälligkeiten durch die Lehr- personen ist eine wichtige Voraussetzung zur Einleitung der notwendigen passenden Hilfen und Unterstützungen für das einzelne Kind. Dabei geht es vordringlich um die individuelle Gestaltung des Unterrichtsalltags nach heil- pädagogischen und therapeutischen Gesichtspunkten, aber auch wesentlich um die systematische Einbeziehung heilpädagogischer, psychiatrisch-psycho-therapeutischer Kompetenz in die Förderschulen. Dies setzt wiederum eine regionale Vernetzung der Schule mit den vorhandenen Hilfesystemen zwecks interdisziplinärer Kooperation voraus.
Die Schwerpunkte der Tagung sind:
Mit Referenten und Teilnehmenden zusammen wollen wir den dringend notwendigen interdisziplinären Diskurs zu dieser Thematik führen und vor allem für die schulische Praxis Lösungsperspektiven entwickeln.