Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Sie wird in der Praxis in unterschiedlichster Weise umgesetzt: als Beteiligung, Teilnahme, Teilhabe, Mitwirkung und/oder Mitbestimmung. Je nach Blickwinkel stehen dabei unterschiedliche Möglichkeiten und Interessen da- hinter. Partizipation ist Voraussetzung für eine gelingende Demokratie. Von daher ist ihre politische Dimension nicht hoch genug zu bewerten.
Im Tagungsverlauf wird zunächst ein grundlegender Überblick über die bisherige Praxis der Kinder- und Jugendpartizipation in Deutschland gegeben.
Der Blick richtet sich dann auf die Jugendverbandsarbeit. Durch die UN-Behindertenrechtskonvention werden in Artikel 7 ausdrücklich die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen auf Beteiligung betont.
Wie wird dieser Anspruch schon jetzt in der Kinder- und Jugendarbeit umgesetzt?
Welche Vorschläge für weitere Verbesserungen gibt es?
Wie kann zukünftig die Vernetzung von Kinder- und Jugendverbänden und Selbsthilfeverbänden der Behindertenhilfe gestaltet werden?
Wie werden Kinder und Jugendliche mit Behinderungen auf Bundesebene selbst zum Sprachrohr ihrer Interessen?
Die Tagung soll Fachleute aus der Jugendverbandsarbeit und der Behindertenhilfe zusammenführen, um gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und um verbandliche und politische Entscheidungsprozesse zu begleiten.