Die Pressestelle der Bundesvereinigung Lebenshilfe steht Ihnen gerne für Auskünfte rund um das Thema "Menschen mit geistiger Behinderung" zur Verfügung. Kontakt: siehe rechte Spalte
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Einen guten Einblick in die Lebenswelten geistig behinderter Menschen und ihrer Angehörigen geben unsere Internet-Rubrik Leben mit Behinderung und die Broschüre Wir sind auch ganz normale Leute (pdf - 688.7 KB).
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Mehr als 300.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen wurden im Dritten Reich im Rahmen der sogenannten T4 Aktion getötet. Mit Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen erinnert die Lebenshilfe heute bundesweit an die Opfer. Gegen die Menschenverachtung im Dritten Reich setzt die Bundesvereinigung das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung. Eine Gesellschaft, die alle ihre Mitglieder in ihrer Unterschiedlichkeit achtet und wertschätzt, trägt ein menschliches Antlitz und schützt vor Aussonderung.
Wer Barrierefreiheit hört, denkt zuerst an bauliche Hürden wie hohe Bordsteine oder Treppen. Das stimmt für den Rollstuhlfahrer. Für Menschen mit geistiger Behinderung geht es aber vor allem darum, sich selbstständig zurechtfinden zu können – und dazu ist eine leicht verständliche Sprache notwendig.
Dr. h. c. Tom Mutters, Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, wurde am 23. Januar 95 Jahre alt. Als UNO-Beauftragter für „Displaced Persons“ – so der Ausdruck für Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und andere Menschen, die von den Nazis verschleppt worden waren – lernte der gebürtige Niederländer nach dem Krieg das Elend geistig behinderter Kinder in den Lagern und in der hessischen Anstalt Goddelau kennen. „In ihrer Hilflosigkeit und Verlassenheit haben diese Kinder mir ermöglicht, den wirklichen Sinn des Lebens zu erkennen, und zwar in der Hinwendung zum Nächsten“, so Tom Mutters im Rückblick. Zusammen mit Eltern und Fachleuten gründete er 1958 in Marburg die Bundesvereinigung Lebenshilfe, deren Geschäftsführer Tom Mutters 30 Jahre lang war.
Für die Musiker der Bands Seeside, Bitte lächeln und Spirit Steps war es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: der Auftritt beim großen Finale von „Guildo sucht die Super-Band“ im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei. Als Sieger von Deutschlands größtem integrativem Musikwettbewerb hatten sie Geldpreise im Gesamtwert von 3.500 Euro und ein Musikerwochenende in der Hauptstadt gewonnen. Höhepunkt war das gemeinsame Konzert mit Guildo Horn & Die Orthopädischen Strümpfe auf der Bühne des Kesselhauses. Vor den einzelnen Auftritten zeichneten Guildo Horn und Ramona Günther vom Bundesvorstand der Lebenshilfe die Sieger-Bands aus.
Drei Gruppen haben den bundesweiten Wettbewerb „Guildo sucht die Super-Band“ gewonnen. Platz 1 belegt die Formation Seeside aus Greifswald, auf den zweiten Rang kamen Bitte lächeln aus Hamburg, und die Spirit Steps aus Mülheim an der Ruhr erreichten Position 3. Entschieden haben die Fans, die auf www.gemeindehorn.de abstimmen konnten, und die Jury, in der neben dem Vorsitzenden Guildo Horn auch die Cellistin Katharina Reichelt, der Konzertveranstalter Jochen Breit-Tiffe, der EMI-Manager Manfred Rolef sowie der Entertainer Tom Gaebel saßen. Unterstützt wurde „Guildo sucht die Super-Band“ u.a. von Henry Maske, den Höhnern und Tobias Künzel von Die Prinzen.
Der bundesweit tätige Verband Lebenshilfe warnt vor der Mitleidsmasche bei Haustür- und Telefongeschäften. Vorsicht ist gerade jetzt geboten, wenn in der Vorweihnachtszeit damit geworben wird, dass die Artikel von Menschen mit Behinderung hergestellt wurden oder der Verkaufserlös behinderten Menschen zugute kommt. Wer an Produkten aus Werkstätten für behinderte Menschen interessiert ist, sollte besser das Angebot von Behindertenwerkstätten in der Region nutzen, die oft eigene Läden betreiben und mit Ständen auf Weihnachtsmärkten vertreten sind.
Am Donnerstag, den 10. November 2011, findet in Köln die nächste Jurysitzung des Bandwettbewerbs „Guildo sucht die Super-Band“ statt. Im „The New Yorker – FACTORY“ wählen Guildo Horn und seine Jurorenkollegen die zehn Endrundenkandidaten aus. Diese Finalisten präsentieren sich dann ab dem 18. November unter www.gemeindehorn.de im Internet. Zehn Tage lang haben die User die Möglichkeit, für ihre Lieblingsband abzustimmen.
Der Lebenshilfe-Katalog "Zauberhafte Geschenk-Ideen" präsentiert auch in diesem Jahr wieder die bundesweit größte Auswahl handgefertigter Geschenkartikel aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Die Bundesvereinigung unterstützt damit seit vielen Jahren behinderte Menschen an ihren Arbeitsplätzen
Zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 16. bis 25. September zeigen Menschen mit geistiger Behinderung, dass sie - oft nur als Empfänger von Hilfe und Engagement wahrgenommen - sich auch selbst gern für eine gute Sache einsetzen: In verschiedenen Naturschutzgebieten im ganzen Bundesgebiet werden sie an freiwilligen Arbeitseinsätzen teilnehmen. Koordiniert wird die Aktionsreihe von der Bundesvereinigung Lebenshilfe und EUROPARC Deutschland, die seit dem Frühjahr 2009 eine Kooperation unterhalten.
Das Bundesforschungsministerium fördert mit etwa 230.000 Euro ein Projekt zur „pränatalen Diagnostik genetischer Erkrankungen“. Das Geld erhielt die Konstanzer Firma GATC Biotech AG für die Entwicklung eines Schwangerschaftsfrühtest, mit dem mittels einer einfachen Blutentnahme bei der werdenden Mutter geklärt werden kann, ob das ungeborene Kind das Down-Syndrom hat. „Das erhöht den Druck auf Schwangere, sich testen zu lassen und die Schwangerschaft abzubrechen, falls das Kind das Down-Syndrom haben sollte“, so Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe.