Alle Personen und Organisationen, die in der Verantwortung für Menschen mit Behinderung stehen, sind gefordert, sich in die Debatte über die biomedizinische Ausrichtung einer humanen Gesellschaft einzuschalten. Diesem Anspruch will die Bundesvereinigung Lebenshilfe durch ein breit angelegtes Engagement gerecht werden. Dazu gehört, allen interessierten Personen die Bandbreite der Bioethik-Diskussion auch im Rahmen einer Internetpräsentation näher zu bringen.
Bitte beachten Sie auch die Beiträge in den Unterrubriken über die Navigation links!
Mehr als 300.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen wurden im Dritten Reich im Rahmen der sogenannten T4 Aktion getötet. Mit Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen erinnert die Lebenshilfe heute bundesweit an die Opfer. Gegen die Menschenverachtung im Dritten Reich setzt die Bundesvereinigung das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung. Eine Gesellschaft, die alle ihre Mitglieder in ihrer Unterschiedlichkeit achtet und wertschätzt, trägt ein menschliches Antlitz und schützt vor Aussonderung.
Am Freitag, den 3. Juni, verleiht die Giordano-Bruno-Stiftung in Frankfurt einen mit 10.000 Euro dotierten Ethikpreis an den australischen Philosophen Peter Singer. Er erhält den Preis wegen seines Engagements für Tierrechte. Dieses Engagement wäre unterstützenswert; jedoch verhält sich Singer gegenüber dem menschlichen Leben dagegen nicht wertschätzend: Er unterscheidet in seinen Schriften zwischen „wertem“ und „unwertem“ Leben.
In einem fraktionsübergreifenden Antrag vom 26. Januar 2011 (Drucksache 17/4543) fordert der Deutsche Bundestag die Bundesregierung auf, die laufenden monatlichen Leistungen für Zwangssterilisierte von 120 auf 291 Euro zu erhöhen.
An der Gedenkplatte für die „Euthanasie“-Opfer des Nazionalsozialismus‘ in der Berliner Tiergartenstraße 4 hat der Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Robert Antretter heute gemeinsam mit dem Bundesbehindertenbeauftragten Hubert Hüppe und dem Vorsitzenden der Lebenshilfe Berlin, Günter Jahn, Kränze niederlegt.
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erinnert die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung an die mehr als 200.000 Menschen mit Behinderung, die als angeblich „lebensunwertes Leben“ ermordet wurden. Sie fanden zwischen 1939 und 1945 einen grausamen Tod in den Gaskammern, wurden vergiftet oder mussten langsam verhungern.