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Kölner Tagung zur Erwachsenenbildung und Empowerment

Wir wollen - wir lernen - wir können!

Kölner Tagung zur Erwachsenenbildung

Eröffnet mit seinem Referat am 20. September die Kölner Tagung:

Prof. Dr. Theo Klauß, Heidelberg Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe


„Viel zu wenig Angebote einer ‚inklusiven’ Erwachsenenbildung“
Mit Prof. Theo Klauß sprach im Vorfeld der Kölner Tagung „Wir wollen – wir lernen – wir können! Erwachsenenbildung und Empowerment“ Gerhard Heß.


G. Heß: Im Programmheft zur Internationalen Fachtagung „Wir wollen – wir lernen – wir können! Erwachsenenbildung und Empowerment“ heißt es, die Tagung erstrebe dreierlei: erstens den Austausch zwischen interessierten Menschen mit Behinderung und der Fachöffentlichkeit, zweitens Menschen mit Behinderung Gelegenheit geben, sich über ihnen wichtige Fragen zu informieren, und drittens sollen nicht zuletzt die weitere Entwicklung der Erwachsenenbildung und der Empowerment-Gedanke Thema werden. Herr Prof. Dr. Klauß, Sie haben sich bereit erklärt, das eröffnende Hauptreferat zu halten. Was hat Sie dazu bewogen?

Prof. Dr. Theo Klauß: Das ist einfach zu beantworten: Alle Menschen brauchen Bildung, und Bildung macht Menschen stark. Das gilt nicht nur für die Schulzeit, sondern lebenslang - auch als Erwachse-ner muss man immer noch etwas dazu lernen und sich neuen Dingen öffnen, wenn man nicht einros-ten will und an dem teilhaben möchte, was unsere Gesellschaft und was unsere Kultur zu bieten ha-ben.

G. Heß: Was wird Ihr Thema sein?

Prof. Dr. Theo Klauß: Ich konnte mir erste Gedanken machen und bin dabei auf den Arbeitstitel „Unbehinderte Erwachsenenbildung – eine Vision?!“ gekommen.

G. Heß: Das klingt spannend, sowohl unter dem Aspekt einer Erwachsenenbildungsarbeit mit Schwie-rigkeiten als auch unter dem der Vision. Die Initiatoren für die Kölner Tagung sagen, es sei notwendig, eine neue Initiative für Erwachsenenbildung behinderter Menschen zu starten. Was sagen Sie dazu als Fachwissenschaftler und Mitglied des Bundesvorstandes der Lebenshilfe?

Prof. Dr. Theo Klauß: Was ich gesagt habe, gilt für alle. Für Menschen mit Behinderungen ist es aller-dings nach wie vor nicht so einfach, auch als Erwachsene Angebote der Erwachsenenbildung ohne Einschränkungen zu nutzen. Wir gehen heute davon aus, dass man sich besonders gut bilden kann, wenn ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen und gemeinsam lernen, aktiv sind und Neues erkunden. Obwohl wir wissen, dass das funktionieren kann, müssen wir auch sehen, dass es viel zu wenige Angebote einer 'inklusiven' Erwachsenenbildung gibt, und auch für spezielle Kurse für behinderte Menschen wird die Luft eher dünner. In dieser Situation ist es gut, ein neues Signal zu setzen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Fachtagung „Wir wollen - wir lernen - wir können! Erwachsenenbildung und Empowerment“.

Verlag

Bundesvereinigung Lebenshilfe
 

Veröffentlichung

25.06.2007, 12:27 Uhr
 
 
 
 
 
© 2007 - 2012 Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de