Inklusive Erziehung ist ein Menschenrecht

Promoting Inclusive Education

Der Beitrag von Ingrid Körner, stellvertretende Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Präsidentin von Inclusion Europe, zum Weltkongress 2006 in Acapulco liegt nur in englischer Sprache vor. Er ist dieser kurzen deutschen Zusammenfassung unter dem Titel "Promoting Inclusive Education" als Download angehängt.

Inklusive Erziehung ist ein Menschenrecht, und es ist wichtig, dafür zu kämpfen. Darüber waren sich die meisten Teilnehmer/innen in Acapulco einig. In der Realität konnte die inklusive Erziehung bislang zu wenig durchgesetzt werden. Schlimmer noch, es gibt nach wie vor Länder, zum Beispiel in Osteuropa, die geistig behinderten Menschen die Bildungsfähigkeit absprechen.

Damit inklusive Erziehung Wirklichkeit werden kann, gilt es viele Hindernisse und das System der "gesonderten" Beschulung zu überwinden. Für die Entwicklung von behinderten und nicht behinderten Kindern wirkt sich inklusiver/integrativer Unterricht sehr positiv aus. Beide Gruppen profitieren voneinander. Das belegen Praxisbeispiele und Untersuchungen aus Deutschland. Sie entkräften auch Vorbehalte, nicht behinderte Schüler/innen würden beim integrativen Unterricht zu wenig lernen.

Eltern und ihre Vereinigungen sollten sich zusammenschließen und Überzeugungsarbeit leisten. Dafür ist es hilfreich, sich gut funktionierende Beispiele aus der Praxis anzuschauen. Lehrer und Schulämter müssen davon überzeugt werden, dass inklusive Erziehung möglich ist, wenn die Bereitschaft vorhanden ist, sich darauf einzulassen und der Wille, entsprechende Unterrichtsmethoden und Rahmenbedingungen zu entwickeln. Nicht die Kinder müssen sich den Schulen anpassen, sondern die Schulen den Kindern.

Einige wichtige Ziele von Inclusion Europe: Alle Schulen sollen alle Kinder unterrichten - mit oder ohne Behinderung; Individuelle Förderung; Partnerschaft zwischen Eltern, Lehrern und Schülern; Barrierefreiheit; ausreichend finanzielle Mittel für die inklusive Bildung.

Eine Welt für Alle!

Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe
 

Autor

Ingrid Körner
 

Veröffentlichung

12.03.2007, 16:14 Uhr
 
 
 
 
 
© 2007 - 2012 Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de