Beitrag des Bundeselternrates zur Mitgliederversammlung am 22./23.09.2006 in Marburg
Eltern mit behinderten Kindern/Angehörigen in Deutschland sehen sich wachsendem Druck angesichts sozialpolitischer Weichenstellungen und Diskussionen ausgesetzt.
Ein allgemeines Bewusstsein über den Bedarf von Familien mit behinderten Kindern/Angehörigen an gesamtgesellschaftlicher solidarischer Unterstützung kann heute nicht mehr selbstverständlich vorausgesetzt werden.
Ganz im Gegenteil werden Forderungen laut, deren Umsetzung die Situation dramatisch verändern könnte.
Deshalb haben die Mitglieder des Bundeselternrats der Lebenshilfe derartige Aussagen und Forderungen, mit denen sich Eltern konfrontiert sehen und die sie als besonders belastend empfinden, zugespitzt formuliert und zusammengestellt.
Gleichzeitig sind Argumente dagegen zusammengetragen worden. Diese werden bewusst gegen die beschriebene gesellschaftliche Stimmungslage gestellt.
Damit will sich die Lebenshilfe auf allen Ebenen als Familienverband in die notwendige gesellschaftspolitische Debatte einbringen. Die Lebenshilfe muss geschlossen und notfalls streitbar dafür eintreten, dass Familien mit behinderten Angehörigen angesichts der zu erwartenden finanz- und sozialpolitischen Umsteuerungen nicht an den Rand gedrängt werden. Wenn die Familien geschwächt werden, schmälert sich unmittelbar die Lebensqualität der Menschen mit Behinderung.