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Wir sind anders und doch eins.

Die Lebenshilfe ist als Selbsthilfeorganisation von Eltern gegründet worden, um gemeinsam die Lebenssituation ihrer Kinder – der Menschen mit geistiger Behinderung – zu verändern und zu verbessern. Das solidarische Handeln ist und war die Basis, um Einrichtungen und Dienste zu schaffen und die Akzeptanz der Menschen mit Behinderung als Mitbürger in der Gesellschaft zu erreichen.

 

Was heißt Solidarität zwischen den Eltern?

Solidarität bedeutet:

  • das Kommunizieren der verschiedenen Bedürfnisse und Interessen der Eltern untereinander, um das Gefühl der Solidarität zu vertiefen,
  • gegenseitige Unterstützung – emotional, ideel und konkret – in dieser Lebenssituation,
  • gegenseitiges Respektieren der verschiedenen Interessen, Einbringen von Kompetenzen und diese nutzen um politische Ziele durchzusetzen.

Oberste Ziele sind dabei Integration, Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und ein Leben so normal wie möglich für Menschen mit Behinderung.

Warum ist Solidarität so wichtig? 
 

Nur wenn innerhalb der Lebenshilfe Solidarität gelebt wird, ist sie autentisch und durchsetzungsfähig und kann ihre Forderungen glaubwürdig in der Gesellschaft und Politik vertreten. Deshalb ist das solidarische Handeln innerhalb der Lebenshilfe und nach außen gerichtet unerlässlich. Eltern müssen sich in der Lebenshilfe emotional geborgen fühlen, d.h. sich mit ihrer unterschiedlichen Lebenssituationen und ihren Problemen angenommen fühlen.

Wie erreichen wir „mehr“ Solidarität in der Lebenshilfe?

Solidarität bedarf bestimmter Rahmenbedingungen:

  1. Grundsätzlich muss es in den Ortsvereinen eine Kommunikationsstruktur zwischen den Eltern, Eltern und Mitarbeitern, Eltern und Menschen mit Behinderung geben.
  2. Elterngruppen müssen mit ihren Interessen in die Zukunftsplanung miteinbezogen werden.
  3. Die Lebenshilfe muss zu den Eltern und Elterngruppen außerhalb des Vereins Kontakt aufnehmen und pflegen.
  4. Der Ortsverein muss die Schwerpunktthemen den Eltern gegenüber transparent machen.
  5. Eltern sollten ihre Kompetenzen einbringen und diese einbringen können müssen. Beratung und Begleitung von Eltern für Eltern fördert die Solidarität.

Viele Teile ergeben ein Ganzes!

Autor

Beirat der Eltern des Landesverbandes Baden-Württemberg
 

Veröffentlichung

13.07.2005, 08:41 Uhr
 
 
 
 
 
© 2007 - 2012 Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de