Der Weltverband der Vereinigungen für Menschen mit geistiger Behinderung „Inclusion International“, hat Dr. h. c. Tom Mutters (93) zu seinem Ehrenmitglied ernannt.
Der aus den Niederlanden stammende Pädagoge hatte 1958 in Marburg mit betroffenen Eltern und Fachleuten die Bundesvereinigung Lebenshilfe gegründet, die bis heute ihren Sitz in der Universitätsstadt hat. 1962 war er Mitbegründer des Weltverbandes, den er in den folgenden 12 Jahren als Vizepräsident mit prägte.
Anlässlich des von der Lebenshilfe ausgerichteten Weltkongresses „Rechte werden Wirklichkeit“, der im Juni mit 3.000 Teilnehmern aus 80 Ländern in Berlin stattfand, verkündete die scheidende Präsidentin, die Kanadierin Diane Richler, diese seltene Auszeichnung: „Als Anerkennung für den hervorragenden Beitrag zur Förderung der Rechte von Personen mit einer geistigen Behinderung und ihrer Familien.“
Ulrich Bauch, Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe, überreichte Tom Mutters die Ehrenurkunde in dessen Wohnhaus in Marburg-Wehrshausen: „Sie, lieber Tom Mutters, bleiben eine Instanz, wenn es um Menschen mit geistiger Behinderung geht, nicht nur bei uns in der Lebenshilfe, sondern, wie sich jetzt wieder gezeigt hat, weltweit. Wir freuen uns, Ihnen im Oktober im Kreise der großen Lebenshilfe-Familie dazu gratulieren zu dürfen, wenn sich Vertreter aus den mehr als 500 Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe zur Mitgliederversammlung in Marburg treffen.“
Weitere Veröffentlichungen:
Artikel Oberhessische Presse, 16.07.10
Artikel Marburger Neue Zeitung, 16.07.10