Tatsächliche Wahlfreiheit erreichen, gemeindeintegrierte Wohnangebote schaffen nach dem individuellen Wunsch und Bedarf eines jeden Menschen mit Behinderung, das sind erklärte Ziele der Lebenshilfe. Eine große Herausforderung für alle Beteiligten, die nur mit viel Offenheit für neue Wege zu meistern ist.
Was braucht es, um persönlicher Lebensgestaltung konsequent den Weg zu ebnen? Welche Strukturen müssen vorhanden sein? Überall im Lande ‚tut sich was’. Es werden Dinge ausprobiert, die man lange nicht für möglich gehalten hat.
Wir lernen aus Erfolgen wie aus Misserfolgen und haben Gelegenheit, mit Referent/innen zu diskutieren: Neue Bausteine für die Eingliederungshilfe werden in Baden-Württemberg entwickelt und erprobt, u.a. Schulungen für WfbM-Vorruheständler, der Einsatz flexibler Hilfen zwischen ambulant und stationär sowie ein frühes Wohntraining bereits im elterlichen Haushalt.
Wenn das auffällige Verhalten von Klienten nicht mehr zu verstehen oder auszuhalten ist, geht leicht der Blick für individuelle Lösungen verloren. Dass diese auch dann möglich sind, zeigt das Konsulententeam Kompass, das sich auf die Vermittlung in ausweglos erscheinenden Situationen spezialisiert hat.
In Österreich erprobt, in Deutschland am Start: Menschen mit Lernschwierigkeiten werden ausgebildet, entwickeln ihre Kriterien zur Beurteilung von Wohnangeboten, befragen Nutzer/innen nach ihrer Zufriedenheit und erstellen Qualitätsprofile von Einrichtungen nach ihren ganz eigenen Maßstäben.
Welche Wohnideen haben junge Eltern für ihre Kinder?
Welche Wünsche konnten in einem jungen Wohnprojekt realisiert werden, welche bleiben offen? Lebenshilfe-Eltern geben Einrichtungsplanern ihre Anregungen mit auf den Weg.
Zukunftsweisende Maßstäbe für personenzentrierte Hilfeplanung und Leistungsvergütung setzt in Hessen der Landeswohlfahrtsverband mit dem Integrierten Teilhabeplan ITP. Konsequent löst er sich von der Orientierung an Zielgruppen und Versorgungsformen. Es ist davon auszugehen, dass Kostenträger nach und nach einer ähnlichen Systematik folgen werden.
Die Präsentationen der Referntinnen und Referenten werden über die Links in der Programmübersicht zur Verfügung gestellt!
Aus dem Programm:
Begrüßung und Einführung
Karin Bering, Dipl. Pädagogin und Organisationsberaterin, Berlin
Neue Bausteine für die Eingliederungshilfe – Entwicklungsprojekte in Baden-Württemberg
Michael Heck, Dipl. Pädagoge, Leiter des Referats „Einrichtungsplanung, investive Förderung“, KVJS Baden-Württemberg
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Schreien, Zerstörung, Selbstverletzung: Mit der Weisheit am Ende? – Konsulenten beraten und vermitteln zwischen Klienten und Betreuern
Heinz Tietjen, Dipl. Psychologe, Kompass – Institut für Konsulentenarbeit, Jülich
Wer bestimmt, was Qualität ist? Nueva – NutzerInnen evaluieren Wohnangebote der Behindertenhilfe
Walburga Fröhlich, MA of Social Sciences, Geschäftsführerin von atempo – zur Gleichstellung von Menschen, Graz (Österreich)
Wilhelm Weber, Nueva Evaluator, atempo Wien
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Integrierter Teilhabeplan ITP
Anforderungen und Lösungen für Hilfeplanverfahren
Prof. Dr. Petra Gromann, Hochschule Fulda, Heil- und Behindertenpädagogik, Soziologie
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Systematik, Organisation und Finanzierung ‚Personenzentrierter Leistungen’
Ralf Bremauer, Sozialwirtschaftliche Beratung Bremauer, Reutlingen
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