Von der Integration zur Inklusion - Gesellschaftliche Entwicklung im Blickpunkt

Veranstaltungsdokumentation der Fachtagung vom 23. - 24.11.2007 in Marburg

Inklusion ist eine neue Leitidee für ein gutes Leben behinderter Menschen. Dieser Begriff mag - weil er neu ist – mit Skepsis gesehen werden. Er ist in der Fachdiskussion noch weiter erläuterungsbedürftig.

Ein Blick in neuere Publikationen und Titel von Fachveranstaltungen zeigt aber: Inklusion als gesellschaftlich anspruchsvolles Ziel der Nicht-Ausgrenzung von Bürgern ist im Gespräch. Teilhabe aller Menschen wird zu einer Frage der Realisierung von Bürgerrechten.

Die Lebenshilfe identifiziert sich mit dem Ziel der Integration. Häufig geht es bei Initiativen zur Integration aber eigentlich um Re-Integration. Die Betreuung behinderter Menschen in gesellschaftlichen „Sonderstrukturen“ wie Sonderkindergärten und Sonderschulen etc. soll ergänzt werden durch die Begegnung mit nicht behinderten Menschen. Sie sollen sich in der Gesellschaft wieder heimisch und willkommen fühlen können. Besonderungen behinderter Menschen sollen möglichst vermieden werden.

Inklusion fragt nach Wegen, wie denn Ausgrenzung von vorneherein vermieden werden kann. Wenn dies erklärtes Ziel ist, muss sich die Behindertenhilfe viel mehr als in der Vergangenheit in die gesellschaftlichen Regelstrukturen wie Kindergarten, Schule etc begeben, um hier durch Beratung, Unterstützung und den Transfer erworbenen Wissens an die dort handelnden Menschen Ausgrenzung zu verhindern.

Die Tagung hat sich zum Ziel gesetzt, Konturen der gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren ab zu bilden . Es wurden sowohl fachlich- theoretische, wie praktische Fragen diskutiert. Im Spätsommer 2008 wird ein Fachbuch zum Thema erscheinen, dass auch viele Beiträge des Symposiums umfassen wird. An dieser Stelle finden Sie die Powerpoint-Präsentationen der Veranstaltung. 

Wichtiger Hinweis:  Im Lebenshilfe Verlag soll im Spätsommer 2008 ein Fachbuch zum Veranstaltungsthema erscheinen!

  • Wie hilfreich sind Visionen?
    Dr. Bernhard Conrads, Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung
    Zum Artikel 
  • Inklusion – Einführung: Historische Entwicklungslinien und internationale Kontexte
    Prof. Dr. Andreas Hinz, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    Zum Download (pdf - 264.1 KB) Vorlesen
  • Care-ethics oder Ethik der Achtsamkeit- kann sie helfen gegen drohende Vereinsamung behinderter Menschen?
    Ulrich Niehoff, Referat Kindheit und Jugend der Bundesvereinigung Lebenshilfe
    Zum Download (pdf - 190.2 KB) Vorlesen
  • „Wir wollen mehr als nur dabei sein!“
    Bernd Frauendorf, Rat behinderter Menschen der Bundesvereinigung Lebenshilfe (Unterstützer: Ulrich Niehoff )
    Zum Download (pdf - 413.3 KB) Vorlesen
  • Erwachsenenbildung und Inklusion: Vom Zufall abhängig oder ein Menschenrecht?
    Prof. Dr. Theo Klauß, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Lebenshilfe
    Zum Download (pdf - 1.2 MB) Vorlesen
  • Von der Integration zur Inklusion – Reflexion von 30 Jahren Verbandsarbeit in der Lebenshilfe
    Maren Müller-Erichsen, stellv. Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe
    Zum Download (pdf - 186.9 KB) Vorlesen
  • Inclusion Europe + Inclusion International als Motoren gesellschaftlicher Partizipation
    Ingrid Körner, Präsidentin von Inclusion Europe, Vorstandsmitglied von Inclusion International, stellv. Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe
    Zum Download (pdf - 1 MB) Vorlesen

Organisation

Bundesvereinigung Lebenshilfe
 

Autor

Ulrich Niehoff
 

Veröffentlichung

01.02.2008, 11:52 Uhr
 
 
 
 
 
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