Inklusion ist eine neue Leitidee für ein gutes Leben behinderter Menschen. Dieser Begriff mag - weil er neu ist – mit Skepsis gesehen werden. Er ist in der Fachdiskussion noch weiter erläuterungsbedürftig.
Ein Blick in neuere Publikationen und Titel von Fachveranstaltungen zeigt aber: Inklusion als gesellschaftlich anspruchsvolles Ziel der Nicht-Ausgrenzung von Bürgern ist im Gespräch. Teilhabe aller Menschen wird zu einer Frage der Realisierung von Bürgerrechten.
Die Lebenshilfe identifiziert sich mit dem Ziel der Integration. Häufig geht es bei Initiativen zur Integration aber eigentlich um Re-Integration. Die Betreuung behinderter Menschen in gesellschaftlichen „Sonderstrukturen“ wie Sonderkindergärten und Sonderschulen etc. soll ergänzt werden durch die Begegnung mit nicht behinderten Menschen. Sie sollen sich in der Gesellschaft wieder heimisch und willkommen fühlen können. Besonderungen behinderter Menschen sollen möglichst vermieden werden.
Inklusion fragt nach Wegen, wie denn Ausgrenzung von vorneherein vermieden werden kann. Wenn dies erklärtes Ziel ist, muss sich die Behindertenhilfe viel mehr als in der Vergangenheit in die gesellschaftlichen Regelstrukturen wie Kindergarten, Schule etc begeben, um hier durch Beratung, Unterstützung und den Transfer erworbenen Wissens an die dort handelnden Menschen Ausgrenzung zu verhindern.
Die Tagung hat sich zum Ziel gesetzt, Konturen der gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren ab zu bilden . Es wurden sowohl fachlich- theoretische, wie praktische Fragen diskutiert. Im Spätsommer 2008 wird ein Fachbuch zum Thema erscheinen, dass auch viele Beiträge des Symposiums umfassen wird. An dieser Stelle finden Sie die Powerpoint-Präsentationen der Veranstaltung.
Wichtiger Hinweis: Im Lebenshilfe Verlag soll im Spätsommer 2008 ein Fachbuch zum Veranstaltungsthema erscheinen!