1. Bundestreffen der Freiwilligenbeauftragten in der Lebenshilfe:
Ein Netzwerk entsteht
Es war höchste Zeit für ein erstes Bundestreffen der Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren in der Lebenshilfe (und solchen, die es werden wollen). Das bewiesen circa 70 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Kreis der Lebenshilfe und anderer Träger der Behindertenhilfe, die am 4. und 5. September aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin auf die Domäne Dahlem gekommen waren.
Das Projekt „Lebenshilfe aktiv“ in der Bundesvereinigung Lebenshilfe, die Lebenshilfe Berlin und die Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland hatten dazu eingeladen, Ideen und Fragen, Tipps und Materialien, Erfahrungen und Gedanken rund um die Arbeit mit freiwillig Engagierten auszutauschen. Und das gelang.
Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust vom Bundesvorstand der Lebenshilfe begrüßte die Teilnehmenden zu einem gehaltvollen Programm:
In anderthalb Tagen konnten sich die Gäste über rechtliche Grundlagen des freiwilligen Engagements, die Möglichkeiten der Anerkennung für freiwillig Engagierte und über Freiwilligenprojekte mit Jugendlichen, über Krisen- und Konfliktbewältigung, über Kniffe für eine erfolgreiche Kampagnenplanung und über Argumente für ein professionelles Freiwilligenmanagement informieren.
Workshops lieferten Ideen für langfristige Partnerschaften mit Unternehmen und zeigten in praktischen Beispielen, wie auch Menschen mit geistiger Behinderung selbst für Andere bürgerschaftlich aktiv werden können.
Spannend waren auch die Ergebnisse der konkreten Arbeit am Netzwerk, die nach eifrigen Diskussionen in kleinen Gruppen zu Beginn des zweiten Tages präsentiert wurden.
Fast alle Beteiligten formulierten einen großen Bedarf an Austausch und gegenseitiger Unterstützung unter den Freiwilligenbeauftragten.
Eine stärkere Vernetzung auf regionaler und Landesebene wurde ebenso als notwendig angesehen wie die langfristige Verankerung des Projekts
„Lebenshilfe aktiv“, das im letzten Jahr von der Bundesvereinigung zur Stärkung des freiwilligen Engagements in der Lebenshilfe eingerichtet wurde und mittlerweile als wichtiges Instrument der Freiwilligenarbeit vor Ort angesehen wird.
„Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll, um all die Impulse und Ideen umzusetzen, die ich für meine Arbeit von dieser Super-Tagung mit nach Hause nehme“, verabschiedete sich eine zufriedene Teilnehmerin vom erschöpften, doch ebenso zufriedenen Veranstalterteam.
Fotos: Rolf Kiele
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