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Bildung für alle: auch geistig behinderte Menschen wollen lernen und sich weiterbilden

Internationale Tagung zur Erwachsenenbildung geistig behinderter Menschen vom 20. bis 22. September in Köln

Intensive Anstrengungen seien nötig, um benachteiligten Menschen Chancen zu geben, selbstverständlich dabei zu sein, mitzumachen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das betont Dr. Annette Schavan in ihrem Grußwort zum Programm der Internationalen Fachtagung "Wir wollen – wir lernen – wir können! Erwachsenenbildung und Empowerment". Die Bundesministerin für Bildung und Forschung war Schirmherrin der Tagung zur Erwachsenenbildung geistig behinderter Menschen, die vom 20. bis 22. September in Köln stattfand. Rund die Hälfte der mehr als 400 Tagungsteilnehmer/innen waren Frauen und Männer mit Behinderung.

Veranstaltet wurde die Tagung von der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung und der Gesellschaft Erwachsenenbildung und Behinderung in Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln und der Volkshochschule Köln.

Lebenslanges Lernen bekommt in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert. Es bedeutet aber mehr als nur notwendige Anpassung und Stärkung der beruflichen Weiterbildung. Es bedeutet zum Beispiel auch, eigene Wege gehen zu können trotz Behinderung. Menschen mit geistiger Behinderung sind wissbegierig, wollen weiterkommen in ihrem Leben. Dafür wünschen sie sich mehr Angebote der Erwachsenenbildung. "Durch Fortbildung bin ich viel selbstsicherer und stärker geworden. Jeder Mensch kann lernen, auch ein Mensch mit schwerer Behinderung", sagt Bernd Frauendorf, Sprecher des Rates behinderter Menschen in der Lebenshilfe.

In den Einrichtungen der Behindertenhilfe wie auch in den Gemeinden, zum Beispiel in etlichen Volkshochschulen, hat sich zwar in den letzen Jahren auf diesem Gebiet einiges getan, aber noch lange nicht genug. Auf der Tagung in Köln stand deshalb die Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung für geistig behinderte Menschen im Mittelpunkt.

Vor allem folgende Ziele sollen zukünftig erreicht werden: mehr gemeinsame Lernmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderung, bessere Vernetzung von Bildungsangeboten, mehr Angebote in den Gemeinden, barrierefreies Lernen, bessere Ausbildung für Lehrende. Zum Ende der Tagung wurde eine Resolution, die "Kölner Erklärung (pdf - 191.2 KB)", verabschiedet.

Die Fachtagung wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie durch die Aktion Mensch.

Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Bundesvereinigung Lebenshilfe, Pressestelle, Peer Brocke, Telefon 06421/491-129.

Verlag

Bundesvereinigung Lebenshilfe
 

Autor

Pressestelle
 

Quelle

Im Angebot der Bundesvereinigung Lebenshilfe seit 20.09.07
 

Veröffentlichung

20.09.2007, 12:46 Uhr
 
 
 
 
 
© 2007 - 2012 Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de