Die
Frankfurter Allgemeine Zeitung (pdf - 38.3 KB)
berichtet in ihrer Ausgabe vom 4. Februar 2008 darüber, dass die Sprengsätze der schweren Anschläge im Irak vom 1. Februar von zwei geistig behinderten Frauen am Körper getragen wurden: „Die vom Down-Syndrom betroffenen Frauen waren sich wahrscheinlich nicht darüber im Klaren, dass sie als Selbstmordattentäterinnen eingesetzt wurden.“ Beobachter befürchten darin eine mögliche neue Taktik der Terrorgruppe Al Qaida. Die Sprengsätze, die 99 Menschen töteten, waren offenbar mittels Fernzündung zur Explosion gebracht worden.
„Wir stehen fassungslos vor diesen Abgründen der Menschheit“, kommentiert Robert Antretter, Bundesvorsitzender der „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.“ diese Nachricht. Sie zeige einmal wieder, wie dünn das Eis der Menschlichkeit und Zivilisation ist: „Es geht immer schlimmer. Wir müssen uns stets bewusst bleiben: Der Weg in die Barbarei beginnt dort, wo die Würde eines Menschen abgestuft in Frage gestellt und relativiert wird.“
Gerade daraus leitet Antretter seinen in die Zukunft gerichteten Aufruf ab, Leben und Würde jedes einzelnen Menschen mit besonderem Engagement zu schützen. Gerade auch im 50. Jahr ihres Bestehens nehme die Lebenshilfe die Herausforderung an, sich beherzt und wirkungsvoll für Menschen mit geistiger Behinderung einzusetzen, in Deutschland und in vielfältigen internationalen Zusammenhängen.
1505 Zeichen – Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten